Irrtümer

Verrückte Fakten über Gemüse, Pflanzen und Garten: Hätten Sie es gewusst?

  • Franziska Irrgeher
    VonFranziska Irrgeher
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Rosen haben Dornen, Zecken beißen und Erdbeeren sind Beeren. Diesen vermeintlichen Fakten stimmen auch Sie zu? Dann müssen wir leider Ihr Weltbild erschüttern.

München – Es war einmal ein Garten, in dem Erdbeeren zu den Beeren gehörten, Rosen Dornen hatten und Buchweizen ein Getreide war. So könnten Märchen anfangen, tatsächlich handelt es sich aber um Irrtümer rund um Pflanzen und den Garten. Durch Märchen, Vereinfachungen in der Werbung und das Weitergeben von vermeintlichen Fakten haben sich viele davon eingeprägt. Doch im Garten ist nicht alles, wie es scheint. Einige kuriose Fakten rund um Pflanzen und Tiere werden Sie überraschen.

Kuriose Garten-Fakten: Von Dornen, Beeren und mehr

Natürlich kommt es nicht immer auf die genaue Definition einer Pflanze oder deren Bestandteile an. Wer sich im Garten wohlfühlt und die Pflanzen und ihre Wirkung oder Verwendung kennt, hat als Gärtner eigentlich alles richtig gemacht. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die viele von uns falsch benennen, obwohl das Wissen eigentlich da ist. Nur fällt das meist niemandem auf. Die richtigen Bezeichnungen für Pflanzen und Co. klingen oftmals falsch.

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Einige kuriose Fakten über Pflanzen und Tiere aus dem Garten:

  • Erdbeeren sind keine Beeren: Dieser Fakt ist vielen sogar geläufig. Erdbeeren gehören genaugenommen zu den Sammelnussfrüchten. Betrachten Sie die Erdbeere genau, so erkennen Sie die tatsächlichen Früchte als kleine helle Nüsschen, die auf dem roten Fruchtboden sitzen. Somit sind Erdbeere Scheinfrüchte.
  • Die Sache mit den Tomaten: Tomaten gelten gemeinhin als Gemüse. Beim Gemüse wird jedoch nicht (nur) die Frucht, also das was aus der bestäubten Blüte entsteht, gegessen, sondern auch andere Teile. Obst dagegen entsteht aus bestäubten Blüten. Tomaten gehören zum Fruchtgemüse und sind damit ein Zwischending, ebenso wie auch Auberginen, Zucchini, Kürbisse und Gurken. Je nach Definition können einige davon aber auch zu den Beeren zählen.
  • Rosen haben keine Dornen: Ritter kämpfen sich durch Dornenzweige, um zur Prinzessin zu gelangen. So oder so ähnlich laufen einige Märchen ab. Tatsächlich hat eine Rose aber Stacheln, keine Dornen. Der Unterschied? Dornen lassen sich nur schwer entfernen, Stacheln recht leicht. Dornen kommen also aus dem verholzten Pflanzenteil, Stacheln dagegen sitzen nur auf. Echte Dornen hat beispielsweise die Schlehe. Stacheln haben auch Brombeeren und Himbeeren.
  • Zecken beißen nicht: Die Rede ist bei Zecken meist von einem Biss. Tatsächlich stechen Zecken aber. Die Zecke hat einen Stechrüssel und nutzt zudem ihre Mundwerkzeuge, um die Haut aufzureißen.
  • Buchweizen ist kein Getreide: Wenn schon „Weizen“ im Namen vorkommt, liegt der Schluss nahe, bei Buchweizen handle es sich um Getreide. Tatsächlich ist er kein Getreide, sondern gehört zu den Knöterichgewächsen. Buchweizen ist damit ein sogenanntes Pseudogetreide und glutenfrei.
Haben Rosen wirklich Dornen? Nein, denn eigentlich handelt es sich um Stacheln.

Macht das alles nun irgend einen Unterschied? Für die Gartenpraxis eigentlich nicht, von den Dornen mal abgesehen. Pseudogetreide wie Buchweizen sollten vor allem Menschen mit Glutenunverträglichkeit kennen, denn es ersetzt oftmals richtiges Getreide, sodass nicht auf Brot oder Kekse verzichtet werden muss.

Interessierte Pflanzenfans finden natürlich noch mehr Kuriositäten wie Holunderbeeren, die Steinfrüchte sind oder Bananen, die auch zu den Beeren zählen. Mit essbaren Pflanzen und Insekten hört es aber nicht auf, wussten Sie schon, dass eine Tulpenzwiebel mal so viel wert war wie ein Haus? *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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Rubriklistenbild: © Francis Joseph Dean/imago-images

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