Ein Kind schlägt auf Töpfe.
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Kinder toben auf dem Spielplatz in der Nähe Ihrer Wohnung? Gegen eine solche „Lärmbelästigung“ können Sie leider nichts unternehmen.

Rechtliche Grundlagen

Lärm durch die Nachbarn: Welche Gesetze die Anwohner schützen

  • Sophia Adams
    VonSophia Adams
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Wenn die Nachbarn tagtäglich laute Geräte laufen lassen, platzt manchen Anwohnern schnell der Kragen. Folgende Gesetze schreiben vor, wann Schluss ist.

Sie haben ein gutes Verhältnis zu Ihren Nachbarn? Dann können Sie sich glücklich schätzen. Leider kommt es häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Menschen, die nicht weit voneinander entfernt leben. Die Gründe können dabei komplett verschieden sein. Manche fühlen sich von freilaufenden Haustieren gestört. Andere diskutieren über Bäume oder Büsche, die in den Nachbarsgarten ragen. Wieder andere beklagen eine ständige Lärmbelästigung.

Sollte sich letzterer Streitpunkt nicht mithilfe eines vernünftigen Gesprächs lösen lassen, bleibt vielen nichts anderes übrig, als rechtliche Schritte zu ergreifen. Doch auf welche Gesetze können sich die Klagenden berufen? Wir haben im Folgenden eine Liste mit den wichtigsten Richtlinien zusammengestellt.

Nachbarn nicht durch Lärm belästigen: Diese Gesetze sollten Sie kennen

Was wir persönlich als Lärmbelästigung einstufen, deckt sich leider nicht immer mit den gesetzlichen Vorgaben. Häufig können wir also nichts machen, wenn der Nachbar beispielsweise morgens um acht Uhr mit dem Rasenmähen beginnt. ntv fasste kürzlich allerdings ein paar Richtlinien zusammen, an denen sich Hausbewohner und Grundstücksbesitzer laut Julia Wagner vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland orientieren können. Das sind unter anderem Folgende:

  • Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG): In Bezug auf Nachbarschaftsstreitereien verwenden Gerichte das Bundesimmissionsschutzgesetz häufig als Grundlage. So besagt es beispielsweise, dass laute Geräte im Freien ganztägig an Sonntagen und Feiertagen sowie werktags von 20 Uhr bis sieben Uhr nicht laufen dürfen.
  • Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm): Die TA Lärm gibt bestimmte Dezibelwerte vor, die nicht überschritten werden sollen. Diese sind beispielsweise interessant, falls sich Gewerbe in Ihrer Nähe befinden, die regelmäßig für Lärm sorgen. Sollte der Lärmpegel über einem bestimmten Dezibelwert liegen, können sich die Gerichte auf die TA Lärm beziehen. Doch Vorsicht: Wie Wagner anmerkt, greifen die Richtlinien nicht, falls es triftige Gründe für größere Lautstärken gibt. Wann dies der Fall ist, müssen Gerichte im Einzelfall entscheiden.
  • Immissionsschutzgesetze: Die einzelnen Länder haben Immissionsschutzgesetze, die eine Nachtruhe von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens vorschreiben. Musikgeräte oder der Fernseher müssen zu diesen Zeiten auf Zimmerlautstärke laufen. Leider gibt es für „Zimmerlautstärke“ keine allgemeingültige Definition. Geräusche können auch dann noch zulässig sein, wenn man sie im Nebenraum leise wahrnimmt.
  • Ratschläge des Mieterbunds: Eine häufige Lärmquelle sind schreiende oder tobende Kleinkinder. Laut dem Mieterbund können genervte Nachbarn oft nichts gegen diesen Störfaktor unternehmen, außer das Gespräch mit den Eltern zu suchen. Die einzige Ausnahme: Sollten Kinder im Flur oder Gang beispielsweise nachts mit mit Sportgeräten wie Rollschuhen oder Bällen herumtollen, wäre es sinnvoll, sich mit einem Anwalt zu beraten, falls es regelmäßig zu einer solchen Lärmbelästigung kommt.

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(soa)

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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