Menschen ziehen nicht nur in WGs um bei der Miete zu sparen.

Vorzüge des Zusammenlebens

Wohngemeinschaften liegen voll im Trend

Nicht nur Studenten teilen sich eine Wohnung. Heutzutage ziehen immer mehr Gleichgesinnte zusammen und genießen die Vorzüge des Gemeinschaftslebens.

Das Leben in Gemeinschaft ist im Trend. Vor allem in teuren Großstädten kann man damit Geld sparen, wenn man die Miete aufteilt. Doch nicht immer steht der Spargedanke im Vordergrund: Da sind die Musiker, die gemeinsam ein Haus mieten und den Keller zum Übungsraum ausbauen. Da sind berufstätige Singles, die nicht den Lebenstraum Familie verfolgen, sondern ihre Unabhängigkeit schätzen, aber auch die Annehmlichkeiten einer Gemeinschaft. Und natürlich sind da die Studenten, die gemeinsam günstig wohnen, lernen und feiern wollen.

Lebensbereiche miteinander abstimmen

Wichtig bei allen dieser Formen ist: Die Mitglieder der WG müssen zueinander passen. Das umfasst beinahe alle Lebensbereiche: Essgewohnheiten (Vegetarier), Genussgewohnheiten (Rauchen), Schlafenszeiten, Musikgeschmack, Ordnungsliebe und Sauberkeitsverständnis (!), Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Tierhaltung  bis hin zu politischen oder religiösen Ansichten.

Am besten funktionieren WGs unter guten Freunden. Die müssen nicht immer in allen Punkten den gleichen Geschmack haben, aber sie sollten einander akzeptieren. Das ist mehr als nur tolerieren! Auch Gleichgesinnte mit ähnlichen Interessen und Neigungen kommen meist gut zurecht und werden über gemeinsame Aktivitäten vielleicht sogar zu Freunden.

Studenten in jungen Jahren tun sich da am leichtesten. Sie bilden daher auch das Gros der WGs. Typische WG-Bewohner sind zwischen 22 und 30 Jahre alt, danach beginnt für viele die Familienplanung.

Partner und Gäste dürfen jederzeit einziehen

Eheleute, eingetragene Lebenspartner oder auch nichteheliche Lebensgemeinschaften  fallen nicht unter den Begriff der „Wohngemeinschaft“. Die Partner dürfen jederzeit auch ohne Zustimmung des Vermieters in die Wohnung des anderen mit einziehen. Aber auch vorübergehender Besuch  von bis zu acht Wochen stellt noch keine WG dar. Die Unterscheidung wird im Rahmen sozialrechtlicher Ansprüche bedeutsam. Denn eine WG ist keine Haushaltsgemeinschaft mit gegenseitiger Verantwortung.

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