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Luftbefeuchter verbessern das Raumklima und beugen Infekten vor. 

Gut für die Gesundheit

Luftbefeuchter im Test: Weniger Infekte und trockene Haut

Gerade in der kalten Jahreszeit muss man auf seine Gesundheit besonders acht geben. Denn durchs Heizen wird die ohnehin schon trockene Winterluft noch trockener und reizt die Schleimhäute und macht sich anfälliger für Infektionen. Luftbefeuchter können da Abhilfe schaffen. Sie sind nicht teuer, können das Klima in der Wohnung aber wesentlich verbessern.

Bei welcher Luftfeuchtigkeit man sich am Wohlsten fühlt, ist eine subjektive Empfindung und nicht jeder leidet bei trockener Raumluft. Vor allem in Neubauten sinkt die Luftfeuchtigkeit in Räumen im Winter oft auf 30 Prozent oder weniger. 

Gesundheitsexperten empfehlen für zuhause dagegen eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent bei einer Zimmertemperatur von 20 Grad. Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls problematisch sein, denn dann kann Schimmel an den Wänden entstehen.

Luftbefeuchter als Bakterienschleuder?

Immer wieder werden mit Luftbefeuchtern Keimbefall oder Bakterien in Verbindung gebracht. Doch solange man auf normale Sauberkeit achtet, muss man nicht befürchten, dass der Luftbefeuchter zur Bakterienschleuder wird.

Zwar können sich in stehenden Gewässern durchaus Keime bilden, vor allem, wenn es warm ist. Doch das dauert bei einem Luftbefeuchter im Sommer ungefähr 14 Tage. Normalerweise ist das Wasser im Behälter des Luftbefeuchters aber nach ein bis zwei Tagen verbraucht. Lässt man den Luftbefeuchter längere Zeit unbenutzt stehen, sollte man das Gerät vor dem nächsten Gebrauch allerdings erst reinigen.

Verdunsten, Verdampfen oder Zerstäuben?

Um die Luft mit Wasser zu sättigen, kommen drei verschiedene Techniken zum Einsatz. Beim Verdampfen wird Wasser wie in einem Kochtopf erhitzt, so dass Wasserdampf entsteht. Die Feuchtigkeit wird mit der Luft gleichmäßig im Raum verteilt. Das Verdampfen verbraucht aber sehr viel Energie, außerdem ist es relativ geräuschvoll. Es kommt bei Luftbefeuchtern daher nur noch selten zum Einsatz.

Ultraschallzerstäuber erzeugen dagegen winzige Tröpfchen, die in den Raum gesprüht werden, wo sie sich in der Luft verteilen. Ein Nachteil: Befinden sich im Wasser Keime, atmet man diese dann auch ein. Und: Mit der Zeit kann sich im Raum eine feine Schicht aus Kalkstaub bilden.

Für die regelmäßige Anwendung ist daher die dritte Technik am geeignetsten: Das Verdunsten. Hier kommt die Raumluft in Kontakt mit befeuchteten Oberflächen und nimmt die Feuchtigkeit automatisch auf. Keime bleiben beim Verdunsten im Wasser zurück.

Neben diesen drei Techniken werden auch Luftbefeuchter angeboten, die die Raumluft reinigen. Bei ihnen werden durch Filter Staub und Pollen aus der Luft gefiltert. Das kann vor allem für Allergiker sehr hilfreich sein.

Welche Geräte sind empfehlenswert?

Das Testportal AllesBeste hat Luftbefeuchter mit verschiedenen Befeuchtungsprinzipen getestet. Preis-Leistungs-Sieger wurde ein Verdunster – der Philips HU 4813. Er befeuchtet Räume mit einer Größe bis zu 44 Quadratmetern und lässt sich einfach handhaben. Als Extra hat er ein eingebautes Hygrometer und einen integrierten Timer.

Wer nicht nur die Luftfeuchtigkeit zuhause erhöhen will, sondern die Luft auch von Staub und Pollen reinigen will, für den sind der Beurer LW 220 oder der Venta LW 25 eine gute Wahl. Allerdings reinigt er nur Räume bis zu einer Größe von 20qm.

Alles über Luftbefeuchter lesen Sie im ausführlichen Testbericht von AllesBeste.

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