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Die teuerste Stadt Deutschlands wird noch teurer

Magnet München

Der Gutachterausschuss legte seinen Jahresbericht für 2015 vor: 20 % mehr Geldumsatz, Neubauwohnungen bei 7.000 Euro/qm, Top-Lagen bei 20.000 Euro/qm.

Eben legte der Gutachterausschuss der Stadt München seinen Bericht 2015 vor. Neues findet sich nicht darin. Die Immobilienpreise steigen wieder einmal auf Rekordhöhen. Und weil die Preise für Baugrund für den Geschosswohnungsbau um 21 Prozent gegenüber 2014 gestiegen sind, wird sich die nächsten Jahre die Preisspirale weiter nach oben drehen.

Umland zieht mit 

Die Magnetwirkung Münchens wirkt sich auch auf die umliegende Metropolregion aus. Die umfasst das Gebiet Augsburg-Landshut und Ingolstadt-Garmisch. Auch hier ziehen die Preise an, allerdings nicht überall und nicht überall gleich stark. Entscheidend ist die Verkehrsanbindung an den Nabel Bayerns – und das ist München. Dann folgt die Anbindung ans nächste Zentrum. Abgeschiedenheit liegt derzeit nicht im Trend, der Einödhof ist mittlerweile out. Die Lagen die vor Jahren schon billig waren, bleiben es. Wachstum findet woanders statt, in zentralen Lagen und jenen mit guter Anbindung dorthin. Doch auch in solchen Randlagen kann sich eine Wertsteigerung von 100 % in 15 Jahren sehen lassen. 

Teure Häuser 

Der Durchschnittspreis für ein gebrauchtes freistehendes Einfamilienhaus mit rund 200 m2 Wohnfläche liegt inzwischen bei 1,5 Millionen Euro. Für einen Neubau mit 180 m2 werden 1,3 Millionen fällig. Der Altbau ist damit geringfügig teurer. Grund: Natürlich die Lage, denn die besten Lagen für begehrte Einfamilienhäuser sind längst bebaut. 

Gutachterausschuss 

Der aktuelle Marktbericht kann unter gutachterausschuss-muenchen.de für 65 Euro bestellt werden. Unabhängige Gutachterausschüsse gibt es bei allen kreisfreien Städten und Landkreisen. Der Gutachterausschuss für das Stadtgebiet München besteht derzeit aus 37 Mitgliedern (öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige; Vertreter aus den Bereichen Immobilien-, Bau-, und Bankwesen sowie der Finanz- und Baubehörden). Die Mitglieder werden jeweils auf 4 Jahre berufen und sind ehrenamtlich tätig. Notare und Gerichte sind verpflichtet, dem Gutachterausschuss alle Kauf- und Erbbaurechtsurkunden über Immobilien und Beschlüsse über Zwangsversteigerungen zu übermitteln. Alle Urkunden werden statistisch erfasst und gehen – soweit geeignet – in die Kaufpreissammlung ein. Der Gutachterausschuss erhält auf diese Weise einen vollständigen Marktüberblick.

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