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Makler fürchten um ihre Provisionen und wollen streiken: Mit dem neuen Bestellerprinzip könnten viele Aufträge wegbrechen. Wegen des geplanten Streiks ernten die Wohnungsvermittler allerdings reichlich Spott anstelle von Verständnis.

Wegen Bestellerprinzip

Spott und Häme für geplanten Maklerstreik

Berlin - Nach Bahn und Piloten nun auch noch die Makler: Der Bundesverband für Immobilienwirtschaft (bvfi) hat die Wohnungsvermittler zu einer bundesweiten Streikabstimmung aufgerufen. Dafür erntet die Branche nun Spott:

Grund für die Streikpläne ist das Bestellerprinzip, das ab 2015 in Kraft treten soll. Dessen Inhalt: Wer einen Makler beauftragt, muss ihn bezahlen. Meist ist der Auftraggeber der Vermieter. Bislang mussten vor allem Mieter tief in die Tasche greifen, um die Provisionen für Wohnungsvermittler zu zahlen. Kommt das neue Bestellerprinzip, befürchten viele Maklerbetriebe einbrechende Auftragszahlen und damit den finanziellen Ruin. Deshalb nun die Abstimmung über den Ausstand. Die Argumente des bvfi: "Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zum sogenannten 'Bestellerprinzip' führt zur Vernichtung von circa 10.000 Maklerbetrieben."

Verständnis gibt es für die Streikpläne der Makler allerdings kaum. Im Gegenteil: Es hagelt Spott und Häme - vor allem im Netz.

Auch unter den Maklern finden einige die Aktion eher merkwürdig. "Saublöd", kommentiert auch Markus Gruhn, Vorsitzender des Rings deutscher Makler gegenüber immobilien-Zeitung.de. "Die Politik zittert schon, dass die Wirtschaft wegen des Maklerstreiks zusammenbricht."

Roland Kampmeyer, selbst Immobilienmakler, twittert sogar: "Total irrer Verband, ich kenne keinen Makler, der den Aufruf zum Maklerstreik richtig findet". Bis zum 31. Oktober sind die Mitglieder des bvfi aufgerufen, über den Streik abzustimmen. Sollten mehr als zwei Drittel für den Ausstand stimmen, wolle man die Drohung wahr machen.

vin

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