Generation Bumerang

Mann baut Wohnkugeln - damit Studenten im Garten der Eltern leben können

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Früher Ingenieur bei Rolls Royce - nun Erbauer von "Wohnkastanien": Jag Virdie ist sich sicher, mit den Kugeln ein großes Wohnproblem lösen zu können. Hier lesen Sie mehr.

Es kommt immer öfter vor: Junge Leute ziehen von Zuhause aus, um zu studieren - und kehren nach ein paar Jahren wieder zurück zu den Eltern. Für diese sogenannte Generation Bumerang will der Brite Jag Virdie nun die optimale Lösung gefunden haben. Der ehemalige Rolls Royce-Ingenieur ließ sich von einem Baumhaus, das er einst für seine Kinder gebaut hat, zu den "Wohnkastanien" inspirieren.

"Conkers": Dafür sind die "Wohnkastanien" da

Im Englischen als "Conkers" bezeichnet, sollen die Kugeln ihren Platz im Garten der Eltern finden und den heimkehrenden Studenten ein Gefühl von Freiheit und Selbstständigkeit geben. Auf die Idee kam er durch ein Gespräch mit Bekannten, deren Tochter während des Studiums Zuhause bleiben wollte: "Sie wollten ihr ein echtes Gefühl von Freiheit vermitteln - zu kommen und gehen, wie sie will und für sich selbst zu sorgen und einen Haushalt zu führen, was nicht einfach ist, wenn man sich eine Haustür teilt."

Das Ergebnis ist eine Wohnkugel mit 3,9 Metern im Durchmesser, die komplett aus Materialien aus Großbritannien gefertigt wird. Davon können mehrere miteinander verbunden sowie mit Betten, einer Kochnische und sogar einem abgetrennten Bad mit Toilette und Dusche ausgestattet werden. Eine dieser Wohnkugeln soll knapp über 23.000 Euro plus Mehrwertsteuer kosten.

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So funktionieren die Wohnkugeln

Momentan wäre die Nachfrage noch recht klein: Es gäbe erst zwei Bestellungen. Jedoch könne die Wohnkastanie sich hervorragend in seine Umgebung eingliedern, indem das äußere Erscheinungsbild verändert wird, wie Virdie versichert. Zudem würde die kugelrunde Form dafür sorgen, dass Regen an den Seiten herunterläuft und aufgefangen werden kann. Dieses Wasser könne gesäubert und für die Küche oder Dusche wiederverwendet werden. Obendrein verfüge die "Kastanie" über ein System der Wärmerückgewinnung, sodass die Hitze in der Kastanie gefangen bleibt, wenn sich Menschen darin befinden.

Im Netz stößt die Idee jedoch auf viel Kritik. Auf Facebook halten viele Nutzer es für eine bessere Idee die 23.000 Euro zu sparen, um sich eine richtige Wohnung leisten zu können - sonst wäre es nur Verschwendung: "Wenn ich 23.000 Euro herumliegen hätte, dann, um mir eine Immobilie kaufen zu können und nicht in jemand anderes Garten eine Glamping-Unterkunft aufzustellen", heißt es in nur einem vieler ähnlicher Kommentare.

Klicken Sie sich durch die Instagram-Fotostrecke, um einen "Conker" von innen zu sehen:

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Rubriklistenbild: © Instagram/columbusintl

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