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Mit diesen Hausmitteln bekämpfen Sie Mehltau jetzt erfolgreich

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Von: Franziska Kaindl

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Falscher Mehltau äußert sich auf der Blattoberseite durch helle oder braune Verfärbungen.
Falscher Mehltau äußert sich auf der Blattoberseite durch helle oder braune Verfärbungen. © dpa/Patrick Seeger

Mehltau ist eine der lästigsten Pilzkrankheiten, die den Nutz- oder Ziergarten heimsuchen kann. Wie Sie den Mehltau mit Hausmitteln bekämpfen, erfahren Sie hier.

Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die sowohl bei Nutz- als auch Zierpflanzen auftreten kann. Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff: Die Pilzerkrankung tritt nämlich in über 100 verschiedenen Arten auf - und manche davon treten nur auf bestimmten Pflanzen auf.

Mehltau im heimischen Garten: Das müssen Sie zur Pilzkrankheit wissen

Allgemein wird in Echten und Falschen Mehltau unterschieden: Der Echte Mehltau ist ein sogenannter Schönwetterpilz, da er sich bei warmen und trockenen Verhältnissen bildet. Meist tritt er ab Juli als weißlicher Belag auf der Blattoberseite auf, wie die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau erklärt. Ein besonders starker Befall sei demnach nach mehreren heißen Tagen und kühlen Nächten mit verstärkter Taubildung zu rechnen. Die betroffenen Blätter werden braun und sterben schließlich ab. Der Echte Mehltau tritt dabei vor allem auf Zucchini*, Gurken* und Feldsalat auf. Auch Obst wie Äpfel*, Stachelbeeren und Tafeltrauben sind vor ihm nicht sicher, ebenso wenig wie Zierpflanzen - darunter Ahorn, Eiche, Rosen, Clematis, Phlox oder Astern. Der Türkische Mohn ist ein Opfer des Falschen Mehltaus und verschwindet daher aus den Gärtnereien, wie 24garten.de* berichtet.

Echter Mehltau findet sich oft auf Weintrauben.
Echter Mehltau findet sich oft auf Weintrauben. © dpa/Silas Stein

Der Falsche Mehltau hingegen ist der Schlechtwetterpilz, da er besonders bei Feuchtigkeit auftritt. Im Gegensatz zum Echten Mehltau werden hier beide Blattseiten befallen: Die Unterseite ist von einem grauen bis grauvioletten Pilz befallen, während die Oberseite gelbliche Flecken vorweist. Das betroffene Blatt stirbt in der Regel ab. Auch der Falsche Mehltau hat seine Lieblingswirte: Dazu gehören Erbsen*, Feldsalat, Kopfsalat*, Kohl*, Radieschen*, Rettich, Spinat*, Zwiebel* und Weinreben. Ein bekannter Vertreter des Falschen Mehltaus ist Peronospora.

Mehltau bekämpfen mit Hausmitteln: So kommt Ihnen Milch zur Hilfe

Ein Klassiker beim Bekämpfen des Echten Mehltaus befindet sich in Ihrem Kühlschrank: Milch. Allerdings sollte es sich um keine haltbare Milch handeln - besser sind Roh- oder Vollmilch sowie Buttermilch. Die Milch wird in einem Verhältnis von 1:8 mit Wasser gemischt, sodass Wasser den größeren Anteil hat. Diese Mischung wird mit einer Sprühflasche auf die gefährdeten Pflanzen verteilt.

Das Milch-Wasser-Gemisch hilft vor allen Dingen zur Vorbeugung und bei leichten Befällen. Warten Sie also nicht zu lange ab, um gegen den Echten Mehltau vorzugehen. Die Milchsäurebakterien schaffen ein ungünstiges Milieu für den Pilz, sodass er kaum eine Chance hat. Allerdings wirkt dieses Mittel nicht so gut bei Falschem Mehltau, da sich hier der Schaderreger vor allem an den Unterseiten der Blätter befindet, wo man nur schwer hinkommt.

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Mehltau mit Hausmittel Backpulver bekämpfen

Das Wundermittel Backpulver* lässt Sie auch im Garten nicht Stich. In Kombination mit Wasser zeigt das im Backpulver enthaltene Natron* eine schwach alkalische Reaktion, die dem Mehltau so gar nicht schmeckt. Wenn Sie dann noch etwas Rapsöl hinzugeben, ist die Pilzkrankheit erst recht abgeneigt - die enthaltenen Lecithine mag der Mehltau gar nicht. Mischen Sie also ein Päckchen Backpulver mit zwei Litern Wasser und 20 Millilitern Rapsöl und behandeln Sie die befallenen Stellen alle zwei Wochen damit. Die Lauge wirkt vor allem bei Echtem Mehltau.

Mit diesem Hausmittel gehen Sie Falschem Mehltau an den Kragen

Keine Bange: Auch gegen den Falschen Mehltau gibt es hilfreiche Hausmittel. Besonders erwähnenswert ist hier eine Jauche aus Ackerschachtelhalmen. Diese ist ganz leicht herzustellen: Besorgen Sie sich circa 100 Gramm Ackerschachtelhalme und zerkleinern Sie diese. Darüber geben Sie einen Liter Wasser und lassen das Ganze 24 Stunden ziehen. Anschließend wird die Jauche mit noch mehr Wasser verdünnt: Etwa im Verhältnis 1:10 fügen Sie Gießwasser bei. Nun wird die Jauche auf die Blätter gesprüht: Diese wehren sich gegen die darin gelöste Kieselsäure, indem sie eine ihre oberste Zellschicht verstärken. Dadurch hat es der Mehltau schwerer, sich zu verbreiten. Alternativ lässt sich der Sud auch mit Rainfarn oder Knoblauch herstellen. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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