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Am Schwibinger Tor entstehen 270 neue Wohnungen.

Die Preisspirale dreht sich

Mieten in München: Wer kann sich das noch leisten?

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Der Wahnsinn geht weiter. „Wer gehofft hat, dass Ruhe einkehrt, wird enttäuscht sein“, sagt Stephan Kippes vom IVD-Institut für Immobilienmarktforschung bei der Vorstellung des Marktberichts für 2016.

Ergebnis: Die Preise für Grundstücke schießen weiter durch die Decke! Besonders in den Großstädten ist der Markt im Dauerboom.

Professor Stephan Kippes.

Das hat Gründe. Gerade in München klettern die Kosten aufgrund des stark ausgedünnten Angebots erneut auf Rekordhöhen. „Befeuert wird die Preisentwicklung durch die Niedrigzinsphase sowie fehlende Anlagealternativen“, sagt Kippes. Investoren parken ihr Geld in Immobilien.

Am stärksten sind heuer bayernweit Baugrundstückspreise für Einfamilienhäuser und Kaufpreise für neu errichtete Doppelhaushälften gewachsen. Jeweils um 4,7 Prozent. Ebenfalls hohe Anstiege verzeichnen die Immo-Experten bei Flächen für Geschossbau (4,3 Prozent), Doppelhaushälften aus dem Bestand (4 Prozent) und Eigentumswohnungen (4 Prozent im Bestand).

Bereits seit zehn Jahren beobachten die Immo-Experten einen Boom. So sind die Baugrundpreise für Einfamilienhäuser bayernweit um durchschnittlich 86,8 Prozent angewachsen, für den Geschosswohnungsbau um 57,9 Prozent.

Und gerade der Münchner Immobilienmarkt kennt seit Jahren nur eine Richtung: Erneut verbuchten die Preise für Grundstücke die höchsten Preis-Anstiege in Bayern. Für freistehende Einfamilienhäuser sind die Kosten im Vergleich zum Frühjahr um 8,1 Prozent, für den Geschossbau um 6,3 Prozent gestiegen. Eigentumswohnungen folgen mit etwas Abstand (Bestand: 5,7 Prozent). „Ein Minus sucht man hier vergeblich.“

Es kaufen aber längst nicht nur Investoren. Laut Immo-Experten gibt es durchaus auch noch Normalverdiener, die sich das leisten können, meist aufgrund von Erbschaften.

Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht: Obwohl immer weniger Flächen zur Verfügung stehen, steigen die Umsätze in der Immobilienwirtschaft. Ende des Jahres rechnen die Experten mit 49, 3 Milliarden Euro! 2005 waren es noch 24,5.

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