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Die Mieten in Deutschland steigen immer weiter.

Keine Wirkung

Mieten steigen immer weiter - trotz Preisbremse

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Die Mietpreisbremse hinterlässt in den Metropolen kaum Spuren. Im Gegenteil: In vielen Ballungszentren steigen die Preise immer weiter an.

Die Mietpreisbremse zeigt bisher kaum Wirkung. In zwei der vier deutschen Millionenstädten sind die Mieten seit Inkrafttreten des Gesetzes vor zwei Jahren sogar noch stärker gestiegen als vor der Gesetzeseinführung. Das zeigt eine Analyse des Portals immowelt.de.

Datenbasis für die Berechnung der Mietpreise in den Städten Berlin, München, Hamburg und Köln waren 56.300 Mietwohnungen und -häuser, die jeweils im ersten Quartal 2013, 2015 und 2017 auf dem Portal inseriert wurden. Die Mietpreise spiegeln den Median der Nettokaltmieten bei Neuvermietung wider.

Ungebremste Mietsteigerungen in Berlin und München

Nahezu ungebremst sind die Mieten in den vergangenen beiden Jahren in Berlin und München in die Höhe geschossen. In der Hauptstadt beispielsweise stiegen die Mieten seit dem ersten Quartal 2015 von 8,50 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt um 18 Prozent auf zehn Euro. In den zwei Jahren vor der Einführung der Mietpreisbremse lag die Steigerungsrate bei 16 Prozent.

In München zeigt sich ein ähnliches Bild (merkur.de berichtete). Trotz Einführung der Mietpreisbremse im August 2015 entwickeln sich die Mieten in der bayerischen Landeshauptstadt weiterhin kräftig nach oben. Seit dem ersten Quartal 2015 stiegen die Quadratmeterpreise von 14,80 Euro um 14 Prozent auf 16,90 Euro. In den 2 Jahren vor Inkrafttreten der Mietpreisbremse war die Steigerungsrate mit 12 Prozent etwas niedriger.

Woher kommen die Preisanstiege bei den Mieten?

Der immense Preisanstieg ist kein Wunder, denn die Mietmärkte in München und Berlin boomen. Der Zuzug in die beiden Metropolen ist ungebrochen. Die Bevölkerung wächst von Jahr zu Jahr. Allein nach Berlin ziehen jährlich rund 40.000 Menschen. Neuer, bezahlbarer Wohnraum wird aber kaum geschaffen. Stattdessen werden viele der Neubauten, die entstehen, zu Höchstpreisen verkauft oder vermietet. 

Zudem fressen sich Luxussanierungen durch die Viertel der Stadt und treiben die Mieten weiter in die Höhe. Die Folge: Immer mehr Menschen konkurrieren um immer weniger freie, bezahlbare Wohnungen. Das Nachsehen haben wie sooft die Geringverdiener.

Hier erfahren Sie, wie Sie sich gegen zu hohe Mieten wehren können.

Mietpreisbremse mit vielen Lücken

Möglich ist diese Entwicklung auch, weil Neubauten sowie umfassend sanierte Wohnungen per Gesetz von der Mietpreisbremse ausgenommen sind. Gestiegene Baukosten, höhere Auflagen und mehr baurechtliche Vorgaben machen den Bau neuer Wohnungen zudem immer kostenintensiver. Neubauten sind für viele Mieter kaum noch bezahlbar. Es fehlt an geförderten, bezahlbaren Sozialwohnungen.

Wo gilt die Mietpreisbremse?

Seit dem 1. Juni 2015 können die Länder für Gebiete mit angespanntem Wohnungsmarkt die Mietpreisbremse verhängen. Bisher gilt sie in 313 Städten und Gemeinden. Bei Wiedervermietung von Bestandsimmobilien darf die Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent angehoben werden. 

Allerdings gibt es Ausnahmen: Neubauten sowie umfassend sanierte Wohnungen sind ausgenommen. Außerdem gilt ein Bestandsschutz: Kein Vermieter muss die Miete senken – auch nicht, wenn er die Wohnung neu vermietet.

Lesen Sie auch zum Thema: So viel Einkommen schluckt die Miete in den reichsten Regionen Deutschlands.

mil

"Unverbaute Lage" und "gut erhalten": Das bedeuten Immobilien-Codes

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