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Die Mietpreise in deutschen Uni-Städten steigen weiterhin an.

Wo ist es noch günstig?

Mietpreis-Wahnsinn: WG-Zimmer für Studenten noch teurer

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Günstige Zimmer sind für Studenten in Deutschland weiterhin eine Rarität. Im letzten Jahr sind die Durchschnittspreise um 3,8 Prozent gestiegen.

Das Leben als Student bleibt weiterhin ein teures Pflaster. Wie das Portal "Studis Online" in einer Pressemitteilung verlauten ließ, bestätigt sich ein erneuter Anstieg der Mietpreise in Wohngemeinschaften. Die Ergebnisse ermittelte das Portal durch eine Analyse der Anzeigen der Online-Wohnungsbörse Studenten-WG.de.

Größen der Studentenzimmer variieren

Zunächst einmal ist zu vermerken, dass nicht nur die Mietpreise, sondern auch die Durchschnittsgrößen der WG-Zimmer im Städtevergleich stark variieren. In Passau (22,9 Quadratmeter) und Berlin (21,0 qm) haben die Studenten den meisten Platz, während es in Jena (15,2), Tübingen (15,8) und Konstanz (16,2) ziemlich eng her geht. Das macht eine durchschnittliche Differenz von bis zu sieben Quadratmetern im Extremfall zwischen den Städten.

Das sind die Spitzenreiter der teuersten WG-Zimmer

München bleibt weiterhin die teuerste Wahl für Studenten mit 28,14 Euro pro Quadratmeter. Im Schnitt zahlt man hier 512 Euro monatlich inklusive Nebenkosten. Das ist eine Steigerung von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit großem Abstand folgen Frankfurt (438 Euro) und Hamburg (425 Euro). Insgesamt ist beim Großteil der deutschen Universitätsstädte ein Anstieg der Mietkosten zu erkennen - mit Ausnahme von Dresden, Kiel, Lübeck, Marburg oder Passau. Hier wurden die Mietpreise um einen Hauch billiger.

Rasante Anstiege der Durchschnittsmieten im Vergleich zum Vorjahr

Im Vorjahr belief sich die Durchschnittsmiete für Studentenzimmer in Deutschland auf 361 Euro. 2016 sind es 375 Euro, was einen Anstieg von 3,8 Prozent ausmacht. Spitzenreiter unter den größten Unistädten ist Berlin mit einer überdurchschnittlichen Steigerung von 5,4 Prozent. Der Trend zu immer teureren Unterkünften für Studenten bleibt also bestehen und wird durch die steigende Anzahl von Studierenden wohl auch so bald kein Ende finden.  

Die Mietpreisanstiege der Unistädte im Ranking

#

Stadt

Kosten in € 2016 (2015)

Steigerung 2015/2015

ø qm

€/qm

1

München

512 (492)

4,1%

18,2

28,13

2

Frankfurt/Main

438 (425)

3,1 %

17,9

24,47

3

Hamburg

426 (413)

3,1%

17,4

24,48

4

Berlin

407 (386)

5,4%

21,0

19,38

5

Köln

407 (390)

4,3%

18,0

22,61

6

Stuttgart

404 (384)

5,2%

17,4

23,22

7

Düsseldorf

383 (377)

1,6%

18,0

21,28

8

Wiesbaden

379 (378)

0,3%

19,1

19,84

9

Freiburg

379 (353)

7,3%

17,5

21,66

10

Konstanz

371 (361)

2,8%

16,2

22,90

11

Karlsruhe

355 (335)

6,0%

18,1

19,61

12

Erlangen

350 (348)

0,6%

17,2

20,35

13

Darmstadt

349 (342)

2,0%

17,6

19,83

14

Bonn

349 (342)

2,0%

17,7

19,72

15

Mainz

343 (334)

2,7%

17,1

20,06

16

Heidelberg

343 (333)

3,0%

17,3

19,83

17

Potsdam

338 (311)

8,7%

18,4

18,37

18

Mannheim

337 (328)

2,7%

18,0

18,72

19

Hannover

335 (319)

5,0%

18,2

18,41

20

Aachen

334 (331)

0,9%

18,1

18,45

21

Lüneburg

333 (318)

4,7%

18,0

18,50

22

Münster

332 (326)

1,8%

17,6

18,86

23

Bremen

331 (328)

0,9%

18,2

18,19

24

Tübingen

330 (319)

3,4%

15,8

20,89

25

Regensburg

328 (324)

1,2%

17,4

18,85

26

Würzburg

328 (314)

4,5%

20,3

16,16

27

Passau

327 (329)

- 0,6%

22,9

14,28

28

Trier

325 (309)

5,2%

17,7

18,36

29

Oldenburg

320 (301)

6,3%

17,6

18,18

30

Koblenz

317 (304)

4,3%

19,0

16,68

31

Lübeck

316 (317)

- 0,3%

18,1

17,46

32

Essen

309 (297)

4,0%

17,9

17,26

33

Gießen

302 (291)

3,8%

19,0

15,89

34

Bayreuth

302 (300)

0,7%

18,8

17,06

35

Göttingen

301 (295)

2,0%

18,1

16,63

36

Dortmund

299 (283)

5,7%

18,9

15,82

37

Marburg

298 (304)

- 0,2%

19,6

15,20

38

Saarbrücken

296 (290)

2,1%

18,3

16,17

39

Villingen-Schwenningen

292 (285)

2,5%

17,9

16,31

40

Osnabrück

288 (283)

1,8%

17,6

16,63

41

Siegen

288 (279)

3,2%

17,6

16,36

42

Paderborn

285 (274)

4,0%

17,9

15,92

43

Kiel

284 (286)

- 0,7%

17,1

16,61

44

Rostock

283 (282)

0,4%

16,6

17,05

45

Bochum

282 (277)

1,8%

17,2

16,40

46

Erfurt

276 (264)

4,5%

19,1

14,45

47

Hildesheim

274 (263)

4,2%

18,9

14,50

48

Dresden

269 (271)

- 0,7%

17,9

15,03

49

Leipzig

268 (246)

8,9%

19,7

13,60

50

Halle (Saale)

243 (236)

3,0%

20,0

12,15

Die Berechnung der Kostenanstiege bei Mietpreisen für Studenten-WGs erfolgte durch Studis Online auf Datenbasis von Anzeigen auf der Online-Wohnungsbörse Studenten-WG.de

Von Franziska Kaindl

Diese 5 Studenten-Wohnheime kann sich nicht jeder leisten

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