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Schwierige Wohnungssuche: Schon jetzt laufen die Anmeldungen für Wintersemesterplätze in den Studentenwohnheimen in und um München. 

Anmeldung für Wintersemester läuft

Wohnungsnot im Studium: Begehrte Studentenbuden

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München - Eine bezahlbare Studentenbude? In München fast unmöglich zu bekommen. Seit Pfingsten läuft die Anmeldung für Wohnheimplätze zum Wintersemester. Die Wartelisten sind lang. Und jetzt drängen auch noch die Flüchtlinge in den Wohnungsmarkt.

Im Oktober wird es wieder eng in München, in Freising, in Rosenheim – an den Hochschulstandorten in der Region München. Denn dann drängen wieder neue Studenten aus aller Welt in die Vorlesungssäle. Und irgendwann, auch wenn mancher das nicht glauben mag, muss auch ein Student ins Bett. Dafür braucht es eine Unterkunft. Und die zu finden, ist im Ballungsraum München eine große Herausforderung. Wer einen der begehrten Plätze in einem Studentenwohnheim ergattern will, muss sich am besten schon jetzt bewerben.

Das ist nicht nur ein Münchner Problem. Bayern hat noch weitere Brennpunkte: „Neben München ist es in Erlangen, Regensburg und Würzburg besonders schwierig“, sagt Josef Tost, Bayern-Sprecher des Deutschen Studentenwerks (DSW). Ende Februar standen beim Studentenwerk München noch 4212 Studierende auf den Wartelisten für Münchner Wohnheime, dazu 225 für die Anlagen in Freising sowie 49 für Rosenheim. Insgesamt stellt das Studentenwerk München an diesen drei Standorten derzeit rund 11 000 Wohnplätze zur Verfügung. Bis 2025 sollen noch 3000 Plätze hinzukommen.

An vielen anderen Hochschulstandorten in Bayern ist es ruhiger. „In Bayreuth, Eichstätt oder Passau ist der Druck lange nicht so groß“, sagt Tost. „Aber jeder will eben nach München. Ich weiß gar nicht warum“, sagt der Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken und lacht.

Im bundesweiten Vergleich steht Bayern noch gut da

Kritisch wird es immer zum Wintersemester. Nur noch wenige Studenten beginnen ihr Studium im Sommer. Im Oktober kommen die neuen Kommilitonen dafür geballt. In München und Freising stellte das Studentenwerk deshalb im vergangenen Herbst Notunterkunftsplätze zur Verfügung. Fünf Euro pro Nacht im Mehrbettzimmer, Vergabe nur wochenweise. „Im Herbst werden wir überschwemmt, aber im Sommer haben wir teilweise Leerstand“, sagt Tost mit Blick auf ganz Bayern. Trotz des hohen Bedarfs sei es deshalb schwierig, die Wohnheime ein ganzes Jahr über vollzubekommen.

Im bundesweiten Vergleich steht Bayern noch recht gut da. Laut DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde hinkt das Plus bei staatlich geförderten Studentenwohnheimplätzen dem Zuwachs bei den Studierenden weit hinterher. Zuletzt habe die bundesweite Versorgungsrate nur noch 9,86 Prozent betragen, vor zehn Jahren lag sie noch bei 12,03 Prozent. Bayern liegt zwischen zehn und elf Prozent – und damit leicht über dem Bundesschnitt.

Das DSW warnt zudem vor einer Zuspitzung des Wohnungsmangels vor allem in Großstädten und an attraktiven Universitätsstandorten. Dort träten Studierende zunehmend in Konkurrenz zu anderen weniger einkommenstarken Wohnungsuchenden und auch Flüchtlingen, sagt Achim Meyer auf der Heyde. „Wir kennen Städte mit hoher Flüchtlingsaufnahme, wo die Wartelisten unserer Studentenwerke zuletzt wieder kräftig angewachsen sind.“ Meyer auf der Heyde betont, diese gesellschaftlichen Gruppen dürften auf keinen Fall gegeneinander ausgespielt werden. „Wir haben Handlungsbedarf – für die Flüchtlinge, aber eben auch für Studierende und andere Menschen, die nicht viel Geld für Wohnraum zur Verfügung haben.“ Er fordert den Bund zu größerer Aktivität auf, etwa in einem milliardenschweren „Hochschulsozialpakt“ mit den Ländern für die soziale Infrastruktur an den Unis.

Beim Studentenwerk München können sich angehende Studenten seit dem Pfingstwochenende für einen Wohnheimplatz im Wintersemester bewerben. Und Josef Tost rät allen Studenten in Bayern, das möglichst früh zu tun. Damit sie im Oktober nicht doch auf eine Notunterkunft angewiesen sind.

Dominik Göttler und Werner Herpell

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