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Mieterfrage

Wer muss eigentlich Fenster, Rollläden und Jalousien von außen reinigen?

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Wer in einem Mietverhältnis lebt, stellt sich oft die Frage: Wer ist eigentlich für die Reinigung der Jalousien und Fenster - vor allem von außen - zuständig?

Im zweiten oder dritten Stock zu wohnen, kann ganz angenehm sein - schließlich muss man sich nicht um einen Garten oder dergleichen kümmern. Allerdings wird dann die Reinigung von Fenstern und Jalousien manchmal zum Problem. Wer ist also dafür zuständig?

Reinigung von Fenstern, Jalousien und Rollläden: So entschied ein Gericht

Die Innenseite von Fenstern und Innen-Jalousien gehören ganz klar zur Sache des Mieters und müssen deshalb auch von ihm gereinigt werden. Fenster lassen sich zudem auch von innen ganz gut an der Außenseite reinigen - auch das hat der Mieter zu erledigen. Anders sieht es hingegen bei Außenrollläden aus.

Das Landgericht München (Az. 412 C 13623/99) entschied in einem Fall, dass diese zur Fassade des Hauses gehörten und deshalb in den Verantwortungsbereich des Vermieters fallen würden. Ebenso würde es sich beim Streichen der Fensterrahmen von außen verhalten. Bei dem verhandelten Fall ging es um eine ältere Dame, die ihren Vermieter aufforderte, die Rollläden von außen zu reinigen - dieser wehrte ab, indem er darauf verwies, dass sie für die Reinigung der gesamten Mietsache zuständig sei.

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"Wenn eine Wohnung samt Außenjalousien vermietet wird, hat der Mieter keine Putzpflicht", bestätigt auch Ulrich Ropertz, Mietrechtsexperte beim Deutschen Mieterbund dem Online-Portal B.Z. Berlin. "Der Vermieter sollte die Jalousien mindestens einmal pro Jahr säubern lassen. Auch Reparaturen müssen von ihm getragen werden. Wenn ein Mieter aber selbst nachträglich einen Rollladen für die Außenfassade einbaut, darf er nicht vom Vermieter verlangen, dass dieser ihn sauber hält. Dann ist es Mietersache."

Bei Stellen, die für den Mieter gut zu erreichen sind, könnte es allerdings eng werden: zum Beispiel bei Fenstersimsen oder Außenjalousien, die in alle Richtungen gedreht werden können. Mieter sollten dies im Einzelfall mit ihrem Vermieter absprechen.

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Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
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