Auf durchsichtigem Glas wirken die knalligen Trendfarben nicht so aufdringlich, wie man an den Vasen Salviato von Lambert sieht. Foto: Lambert
1 von 5
Auf durchsichtigem Glas wirken die knalligen Trendfarben nicht so aufdringlich, wie man an den Vasen Salviato von Lambert sieht. Foto: Lambert
Die neuen Trinkgläser Arco von Leonardo tragen knallige Farben. Foto: Leonardo
2 von 5
Die neuen Trinkgläser Arco von Leonardo tragen knallige Farben. Foto: Leonardo
Die gläsernen Lampen von Fatboy spiegeln einen Trend wider: Sie tragen teils zwar Neonfarben, dank ihrer Transparenz wirken die Farben aber nicht zu knallig. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin
3 von 5
Die gläsernen Lampen von Fatboy spiegeln einen Trend wider: Sie tragen teils zwar Neonfarben, dank ihrer Transparenz wirken die Farben aber nicht zu knallig. Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Jean-Luc Valentin
Die Hot-Spots-Vasen von Rosenthal tragen knallige Regenbogenfarben. Foto: Frank Rumpenhorst
4 von 5
Die Hot-Spots-Vasen von Rosenthal tragen knallige Regenbogenfarben. Foto: Frank Rumpenhorst
Auch vor Trinkgläsern macht der Neon-Farbentrend nicht halt. Foto: Frank Rumpenhorst
5 von 5
Auch vor Trinkgläsern macht der Neon-Farbentrend nicht halt. Foto: Frank Rumpenhorst

Neonfarbe ist okay - Wie ein Farbtrend verträglich wird

Textmarkergelb, Giftgrün und ein grelles Rosa: Neonfarben sind zwar gut, um etwas hervorzuheben. Doch sie schmerzen auch beim Hinsehen. Ausgerechnet diese grellen Töne der Farbpalette sollen jetzt bei den Wohndekorationen im Trend liegen. Kann das gut gehen?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Manche Designer von Wohndekorationen muten ihren Kunden im Jahr 2016 einiges zu. Rosenthal zum Beispiel bringt mit Hot Spots jetzt Vasen in knalligen Regenbogenfarben heraus, wie gerade auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt am Main (12. bis 16. Februar) zu sehen war.

Hier ist nicht der Blumenstrauß die Deko, sondern die Vase selbst sei "schon eine Inszenierung", meint der Hersteller. Fatboy hat eine komplett gläserne Lampe in Grasgrün im Programm, Lambert mit Salviato kleine Vasen in hellem Grün oder Rosa. Und Leonardo stellt mit Arco nun Trinkgläser in schillerndsten Farben auf den Tisch. Doch wie wirkt das alles wohl im Wohnraum?

Knallige Farben schränken beim weiteren Dekorieren sehr ein, und man sieht sich daran schnell satt. Und Neonfarben schmerzen manchmal in den Augen. Den Einrichtungstrend wohnlich werden zu lassen, gelingt aber auf zwei Weisen.

Die erste Weg ist der gezielte farbige Kontrast in minimalen Dosen vor einer eher schlichten Kulisse. Möbel und Teppiche tragen derzeit vor allem Einheitsgrau oder die ganze Palette der Beige- und Brauntöne. "Das Zuhause ist ein Rückzugsort, da ist viel Farbe nicht erwünscht", erklärt die Trendexpertin Gabriela Kaiser.

Aber ganz auf Farbe verzichten wollen die Menschen nun auch nicht. Die Idee der Stunde lautet: Man nimmt einen wirklich starken Farbakzent und macht ihn zu dem einen Hingucker im Raum. Das kann zum Beispiel eine Vase sein, aber auch Kissen oder eine Uhr. Diese kleine Portion Farbe stört dann auch nicht. Im Gegenteil: Sie ist der Clou einer stilvollen Einrichtung.

So kommt es auch, dass sich dieser Trend zu Neonfarben nicht schon auf der Messe IMM Cologne in Köln zeigte, wo im Januar die neuen Möbel präsentiert wurden, sondern erst jetzt auf der Ambiente in Frankfurt. Dort stehen eben die kleinen Dekorationen im Fokus.

Der zweite Weg, Neonfarben wohntauglich zu machen, ist ihre Verarbeitungsweise. Als "pastöse Neonfarben" bezeichnet Nicolette Naumann, Bereichsleiterin der Ambiente, die gerade angesagten Töne. "Also Neonfarben, die nicht pur sind, sondern mit Weiß oder Grau abgedämpft." Aus dem Textmarker-Gelb wird dadurch ein strahlendes Zitronengelb, das quietschige Rosa wird ein auffallendes, aber sanfteres Pink. So wirken die Farben nicht mehr ganz so aufdringlich. Und: Sie werden vor allem eingesetzt an Glas oder durchscheinendem Kunststoff, was dem Ganzen auch wieder etwas seiner Intensität nimmt.

Messe Ambiente

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?
Die meisten Häuser in Deutschland bestehen aus Stein, aber auch Holz ist eine Alternative. Beide Baumaterialien haben ihre Vorzüge.
Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?
Gaunerzinken: Mit diesen Geheimcodes verständigen sich Einbrecher
München - Gaunerzinken dienen als geheime Verständigung und geben Informationen darüber, ob sich ein Einbruch lohnt. Das bedeuten die Geheimcodes der Einbrecher.
Gaunerzinken: Mit diesen Geheimcodes verständigen sich Einbrecher
Lümmeln im Wohnzimmer, quatschen in der Küche
Wie wohnen eigentlich die Nachbarn? Natürlich sagt sich jeder gerne: So wie bei mir sieht es nur bei mir aus. Doch tatsächlich gibt es eine starke Tendenz zu einer …
Lümmeln im Wohnzimmer, quatschen in der Küche
Neue Opulenz und die gewohnte Schlichtheit im Trend
Trends verlaufen in Wellen - und so sieht es nach Jahren der Schlichtheit nach einem neuen Trend zur Opulenz aus. Aber: Inzwischen gibt es nicht mehr nur den …
Neue Opulenz und die gewohnte Schlichtheit im Trend

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.