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Wer im nächsten Jahr selbst geerntete Erdbeeren naschen will, muss die neuen Pflanzen bis Anfang August in die Erde bringen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Blüte im September

Neue Erdbeeren bis spätestens Anfang August pflanzen

Wer will nächstes Jahr leckere Erdbeeren aus eigener Aufzucht ernten? Diejenigen müssen sich beeilen. Denn die Pflanzen müssen bis Anfang August ins Beet gesetzt werden. Sonst wird es nichts mehr mit der Blüte.

Bonn (dpa/tmn) - Neue Erdbeeren müssen Hobbygärtner bis Ende Juli oder Anfang August in die Erde bringen. Denn die Anlage der Blüte für das nächste Jahr beginnt im September.

Bis dahin müssen die Pflanzen am neuen Standort schon Wurzeln und auch einige Blätter bilden können, erklärt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Das heißt: Je später im Sommer man die Erdbeeren ins Beet setzt, desto weniger Ertrag erhält man im kommenden Sommer. Nach Mitte September fällt den Angaben zufolge die Blüte im Folgejahr sogar komplett aus.

Werden mehrere Erdbeeren gesetzt, sollte der Hobbygärtner den einzelnen Pflanzen bei einjähriger Kultur Abstände von 90 mal 25 bis 30 Zentimetern bieten. Bei mehrjährigem Anbau sollte es noch mehr sein: Die Experten empfehlen einen Meter mal 35 bis 40 Zentimeter.

Am besten wird der Boden vier Wochen dem Einsetzen tiefgründig gelockert. Gepflanzt wird bei feuchtem Boden und auf keinen Fall bei Hitze.

Die Sächsische Gartenakademie rät für den Privatgarten zum Beispiel zur Sorte 'Daroyal', eine robuste Pflanze mit starkem Wuchs und hohem Ertrag gut schmeckender Erdbeeren. Die Sorte 'Malwina' hat ebenfalls diese Eigenschaften, dazu schmeckten ihre Früchte sehr gut, so die Experten.

'Mara de Bois' hat einen mittelstarken Wuchs sowie mittelhohen bis hohen Ertrag, dafür remontiert sie - erblüht also ein zweites Mal. Auch ihre Früchte schmecken sehr gut.

Die Sorten 'Korona', 'Senga Sengana' sowie 'Mieze Schindler' stehen ebenfalls auf der Empfehlungsliste der Gartenakademie. Allerdings besteht bei ihnen die Gefahr von Krankheiten: 'Korona' und 'Senga Sengana' sind anfällig für Grauschimmel.

'Mieze Schindler' kann die Weißfleckenkrankheit entwickeln. Und diese Sorte braucht zur Fruchtbildung in der Umgebung eine sogenannten Befruchtersorte, das kann 'Senga Sengana' sein. Die Kombination beider Sorten im Beet kann sich kulinarisch lohnen: Während 'Mieze Schindler' sehr gut schmeckende Früchte entwickelt, bekommt 'Senga Sengana' Erdbeeren, die gut für die Konservierung und Tiefkühlung geeignet sind.

Service:

Die Broschüre "Heimvorteil: Erdbeeren. Selbst angebaut - Selbst zubereitet!" der Landwirtschaftskammer NRW kann kostenlos heruntergeladen werden.

Tipps der Sächsischen Gartenakademie

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