Eine Tapete mit Struktur gestaltet die Wände. Sie wirken - wie hier von Marburg - optisch dreidimensional. Foto: Marburg/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
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Eine Tapete mit Struktur gestaltet die Wände. Sie wirken - wie hier von Marburg - optisch dreidimensional. Foto: Marburg/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
Tapeten in dezenten Farben, aber mit auffälligen, grafischen Elementen wie hier von P + S sind angesagt. Statt das ganze Zimmer zu tapezieren, kann man mit der Tapete auch nur eine Wand im Wohnraum gestalten. Foto: P + S/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
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Tapeten in dezenten Farben, aber mit auffälligen, grafischen Elementen wie hier von P + S sind angesagt. Statt das ganze Zimmer zu tapezieren, kann man mit der Tapete auch nur eine Wand im Wohnraum gestalten. Foto: P + S/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
Einige Hersteller imitieren mit ihren Tapeten bekannte Motive - wie Erisman etwa diese rot-graue Ziegelwand. Foto: Marc Barral Baron/Erismann/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
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Einige Hersteller imitieren mit ihren Tapeten bekannte Motive - wie Erisman etwa diese rot-graue Ziegelwand. Foto: Marc Barral Baron/Erismann/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
Mit Patina: Rasch gestaltet eine Küchenwand mit einer Tapete im Industrie-Look in zarten Blautönen. Foto: Rasch/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
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Mit Patina: Rasch gestaltet eine Küchenwand mit einer Tapete im Industrie-Look in zarten Blautönen. Foto: Rasch/Deutsches Tapeten-Institut/dpa-tmn
Karsten Brandt ist Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts. Foto: Isabelle Modler/dpa-tmn
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Karsten Brandt ist Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts. Foto: Isabelle Modler/dpa-tmn

Struktur und warme Farben

Neues von der IMM Cologne: Die Tapeten-Trends 2018

Während Menschen früher ganze Zimmer und Häuser tapeziert haben, gestalten sie heute eher Ecken oder einzelne Wände eines Raumes mit einer Tapete. Die Auswahl an Stilen ist groß: Neben mehr Struktur kommen auch warme Farben und fotorealistische Motive an die Wand.

Köln (dpa/tmn) - Tapeten sind derzeit auffällig und vielfältig - auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne (Publikumstage: 19. bis 21. Januar) sind grafische Elemente ein Blickfang.

"Die Muster ziehen viele Kunden an", erklärt Karsten Brandt, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts. Doch: "Im heimischen Wohnzimmer verlässt viele der Mut", berichtet Brandt. Seiner Erfahrung nach suchen viele Kunden dann eher nach dezenten Tapeten, die langfristig angesagt bleiben. Sie können etwa zarte pastellige Töne mit floralen Mustern kombinieren.

Auch warme Farben sind weiterhin gefragt. "Sie gestalten den Raum gemütlich", sagt Brandt. Die allgemeinen Farbtrends gelten also auch für die Tapetenindustrie - neben Rot- und Terrakottatönen gibt es viele Grüntöne. Mit ihnen holen sich Kunden die Natur in den Wohnraum. "Aber auch Blautöne liegen im Trend", sagt Brandt.

Die Oberfläche der Tapeten bleibt ausdrucksstark. Struktur-Tapeten sind gefragt. Brandt beschreibt warum: "Es ist ein haptisches Erlebnis, wenn man mit seiner Hand über eine dreidimensionale Struktur fährt." Einige Hersteller haben Tapeten mit geschwungenen, glitzernden Linien oder spiegelnden Metallic-Effekten im Sortiment.

Klassische Stile werden neu interpretiert: Barocke Muster etwa haben - anders als im vergangenen Jahr von Experten vermutet - keine Abkehr erlebt. "Allerdings werden sie sachlicher und schlichter gestaltet. Das Ornament wird also nur angedeutet", erläutert Brandt.

Ebenso beliebt sind nachempfundene Stilelemente. "Die Tapete erinnert dann beispielsweise an alte Kacheln einer italienischen Landhausküche aus dem 19. Jahrhundert", erklärt Brandt. Vereinzelte Kacheln wirken so, als wären sie kaputt und alt - Prägungen verstärken den Effekt.

Auch fotorealistische Motive bleiben angesagt - das gilt besonders für die Wandgestaltung in der Küche. Die Tapeten zeigen dann etwa Bilder von frischen Zitronen, von Kaffeebohnen oder Kräutern. "Besonders geeignet für die Küche sind scheuerbeständige Tapeten", sagt Brandt.

Für das Wohnzimmer sind andere Motive an der Wand beliebt, die mehr einen Industrie-Stil oder die Atmosphäre eines Lofts verkörpern - etwa eine nachempfundene Bücherwand, ein alter Apothekerschrank, ein altes Fabrik-Regal oder die Imitation einer roten Backsteinwand.

Im Vergleich zu früher werden laut Brandt weniger komplette Räume oder gar das ganze Haus tapeziert. Vielmehr gestalten Tapeten einzelne Ecken, Nischen oder Wandvorsprünge im Raum. Der Essbereich rückt bei der Gestaltung eines gemütlichen Wohnraums ins Zentrum.

Service:

Für die Öffentlichkeit ist die IMM Cologne vom 19. bis 21. Januar jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr beziehungsweise am Sonntag von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Vom 15. bis 18. Januar haben nur Fachbesucher Zutritt.

IMM Cologne

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