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Putzwasser enthält Stoffe, die besser nicht in Flüssen landen. 

Schlimme Folgen für die Umwelt

Putzwasser nicht in den Gully schütten

Düsseldorf - Es macht einen Unterschied, ob dreckiges Regenwasser oder schmutziges Putzwasser im Gully landet. Denn letzteres enthält Stoffe, die besser nicht in Flüssen und Seen ankommen.

Wasser, das den Straßengully hinunterläuft, landet nicht dort, wo Reste durch den Abfluss der Spüle ankommen. Das ist vielen nicht klar, hat aber Konsequenzen für die Wasserentsorgung und Umwelt, erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfahlen.

Was passiert, wenn man Putzwasser in den Gully schüttet?

Schüttet man einen Eimer Putzwasser in den Gully, landet dieses ungeklärt in Bächen und Flüssen. Denn viele der Gullys sind an die Regenwasserkanalisation angeschlossen. Daher dürfen Autos auch nicht auf der Straße gewaschen werden. Anders ist dies mit den Abflüssen im Haus. Das Abwasser landet in Kläranlagen, wo es aufbereitet wird. Es gilt folglich: Putzwasser besser nicht in den Straßengully, sondern in den Hausabfluss schütten.

Was ist zum Beispiel mit Farben?

Eigentlich sollten Farben, Lösemittel, Unkrautvernichter und sonstige Chemikalien weder im Gully noch im Hausabfluss landen. Denn enthaltene Stoffe lassen sich nicht gut abbauen. Daher raten die Verbraucherschützer, solche Produkte über die Schadstoffannahme am Recyclinghof zu entsorgen. Tipp: Bleiben nur wenige Reste übrig, kann man sie erst mal in einer großen Glasflasche sammeln.

Und was ist mit dem Abwasser vom Ausspülen der Pinsel?

Das schafft die Kläranlage laut den Experten - folglich kann das Putzwasser durch den Hausabfluss laufen. Das gilt zum Beispiel für Wandfarben auf Acrylbasis, die durch das Wasser auch noch stark verdünnt werden, nicht aber für hochkonzentrierte Künstlerfarben und Lacke. Das Abwasser vom Auswaschen dieser Stoffe sollte ebenfalls möglichst extra entsorgt werden.

Kann ich Essensreste in den Abfluss schütten?

Am besten nicht. Denn Speisereste erhöhen den schädlichen Nährstoffgehalt des Abwassers, erklärt die Verbraucherzentrale. Und das bedeutet mehr Aufwand in der Reinigung des Abwassers. Feste Stoffe sollten auch nicht in der Toilette landen, denn das verstopft das Rohr, oder die Reste müssen in der Kläranlage extra aus dem Wasser gefischt werden. Daher gilt: Essensreste gehören in die Biotonne sowie Fleisch, Fett und flüssiges Speiseöl in den Restmüll.

dpa

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