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Löcher im Rasen: Woher kommen Sie – und wie entferne ich sie?

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Von: Franziska Kaindl

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Aufgerissene Grasnarbe.
Wenn sich im Rasen ein Erdloch auftut, kann dies verschiedene Gründe haben. © Frank Sorge/Imago

Löcher im Rasen sind so manchem Hobbygärtner ein Dorn im Auge. Aber woher kommen sie eigentlich und wie stellt man das satte Grün wieder her?

Da hegt und pflegt man zeitintensiv den heimischen Rasen und dann das: Löcher in der Erde zerstören nicht nur das Bild, sondern auch die mühsame Arbeit. Meist stehen dann verschiedene Tiere und andere ungebetene Gäste im Garten unter Verdacht, aber welche sind das genau? Und welche anderen Gründe können Löcher im Garten haben?

Diese Tiere können für Löcher im Rasen verantwortlich sein

Dass ein Tier der Übeltäter* ist, erkennen Sie in der Regel daran, dass die Löcher quasi über Nacht entstehen. Wirft man dann einen Blick hinein, offenbart sich in der Regel ein tief verästeltes Tunnelsystem, das weiter in die Erde hineinführt. Dafür können verschiedene Tiere wie Wühlmäuse und Maulwürfe verantwortlich sein. Größere Tiere wie Füchse oder Dachse sorgen hingegen für große, aber dafür weniger tiefe Löcher, wenn sie im Rasen buddeln.

Ob Ameisen an einem Loch im Rasen schuld sind, ist normalerweise schnell zu erkennen, weil die Übeltäter sich nicht verstecken, sondern emsig ihr Tagewerk verrichten. Besonders auffallend sind die Sandhaufen, die sie hinterlassen. Erdwespen dagegen sorgen für runde Löcher, die ungefähr ein Zentimeter Durchmesser haben. Sie nutzen meist Erdlöcher, die von anderen Tieren hinterlassen wurden und können hin und wieder beim Hinein- und Herausfliegen beobachtet werden.

Ein vom Regenwurm verursachtes Loch hingegen erkennen Sie daran, dass es viel kleiner ist und sich winzige Kothäufchen daneben befinden. Über Regenwürmer im Garten sollten Sie sich aber keine Gedanken machen – sie sorgen nämlich für einen aufgelockerten Boden.

Wenn Vögel am Werk waren, finden sich meist zahlreiche flache Löcher, wo Gräser abgezupft wurden. Sie suchen im Gras nach Würmer, Engerlinge oder auch Ameisen.

Wie vermeide Löcher im Garten?

Um den tierischen Aktivitäten Einhalt zu gebieten, gibt es unterschiedliche Methoden – je nachdem, um welchen Übeltäter es sich handelt. Maulwürfe sind zum Beispiel geschützt und dürfen nur vertrieben werden. Der Naturschutzbund Deutschland empfiehlt hierfür Gerüche und Geräusche, auf die die sensiblen Tiere reagieren. Ein Holzpfahl im Maulwurfshaufen, auf dem Sie regelmäßig klopfen, stört den Maulwurf zum Beispiel und kann dafür sorgen, dass er sich ein anderes Revier sucht.

Vögel hingegen, die sich an den Ameisen im Rasen erfreuen, können Sie vertreiben, indem Sie mit Nematoden gegen die Insektenlarven vorgehen. Ameisen selbst lassen sich unter anderem mit verschiedenen Gerüchen, darunter Lavendel, Majoran oder ätherische Öle in die Flucht schlagen.

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Weitere Ursachen für Löcher im Rasen

Abgesehen von tierischen Besuchern kann auch „eigenes Verschulden“ für Löcher im Rasen sorgen. Nach der Unkrautentfernung mit Herbiziden oder auch von Hand bleiben meist Löcher zurück. Manchmal ist aber auch die Saatgutmischung schuld, vor allem wenn billige Grassorten enthalten sind. Diese verlieren bei zu tiefem Schnitt an Kraft, wodurch es zu Lücken kommt.

So stellen Sie den Rasen wieder her

Sobald die Ursache ausgemacht und behoben ist, geht es daran, den Rasen wieder aufzuhübschen. Dazu füllen Sie die Löcher mit Blumenerde und säen Sie bei den Lücken mit hochwertigem Saatgut nach. Treten Sie anschließend die Erde fest, sodass die Samen einen guten Bodenschluss haben. (fk) *24garten.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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