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Immer mehr Menschen kommen in die Region München.

Neue Daten

Planungsverband: Wir werden immer mehr

Die Zahlen des Jahres 2015: 37.500 Zuwanderer, 6.500 Geburten, und nur 12.500 Wohnungen. Der Regionale Planungsverband veröffentlichte neue Daten.

Wachstum aus dem Ausland

Die Bevölkerung in der Region München wächst unaufhörlich: Für das Jahr 2015 meldet der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV) einen Zuwachs von rund 44.000 Menschen. Der setzt sich zusammen aus einem positiven Wanderungssaldo (Einwanderer minus Auswanderer) von 37.500, dazu kommt ein Geburtenüberschuss von 6.500. Das Wachstum basiert also in erster Linie auf Zuwanderung, in der großen Mehrzahl aus dem Ausland. Im gleichen Zeitraum entstanden 12.500 neue Wohnungen, die nach der durchschnittlichen Belegung (2 Personen pro Einheit) Obdach für 25.000 Menschen bieten. Rein rechnerisch bleiben also 12.500 Menschen ohne Wohnung oder es fehlen – statistisch gesehen – 6.000 Wohnungen.

Wanderungswellen

In den letzten fünf Jahren kamen im Schnitt jedes Jahr 30.000 neue Menschen in die Region. Doch zeigt die Statistik für die Zeit davor, dass die Zuwanderung durchaus Höhen und Tiefen kennt – sie richtet sich ganz offensichtlich nach dem Arbeitsplatzangebot. Und das wächst unaufhörlich. Besonders seit 2010 nahm der Arbeitsmarkt gehörig Fahrt auf; die Zahl der Arbeitsplätze in der Region und ihrem Umland stieg um 20 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen stieg von 2004 bis 2014 um 11.000 Euro von 81.000 auf 92.000 Euro. Jeder Erwerbstätige produzierte damit durchschnittlich einen Wert von 92.000 Euro im Jahr 2014. Das heißt: Die Wirtschaft wird immer effektiver und häuft immer größere Werte an. Gleichzeitig schafft sie neue Arbeitsplätze, mit anderen Worten: Die Konjunktur brummt.

Wachstums-Landkreise

Am stärksten in der Region wächst die Landeshauptstadt München – in den vergangenen zehn Jahren um 15 Prozent. Dann kommen die Landkreise München (10%), sowie Dachau und Ebersberg (11%). Das geringste Wachstum der Bevölkerung weisen die Landkreise Fürstenfeldbruck (4%) und Schlusslicht Starnberg mit 3 Prozent auf.

Wachstums-Probleme

Immer häufiger kommt es inzwischen besonders in den Kommunen des direkten Speckgürtels vor, dass sich ansässige Bürger gegen Neubaugebiete wehren. Sie fürchten um die Identität des Ortes, des Ortsbildes und fühlen sich regelrecht „überflutet“. An manchen Orten kann es durchaus Sinn machen, ein moderates Wachstum einzufordern. Jedoch gilt es mit Blick auf künftige Generationen zu bedenken: Wo Stillstand herrscht, wird keine Infrastruktur ausgebaut. Dann schließen erst die Kindergärten und danach die Schulen und die Läden. Für Familien sind solche Standorte komplett uninteressant. Singles und Paare fühlen sich in urbanen Strukturen wohl. Im schlimmsten Fall wird aus der Rentnersiedlung eine Geisterstadt.

von Gottfried Möckl

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