Garten-Tipps

Rhododendron pflegen: Machen Sie bloß nicht diese Fehler

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Die wunderschönen Blüten des Rhododendron sind in vielen deutschen Gärten zu sehen. Damit sie auch so üppig werden, sollten Sie diese Fehler bei der Pflege vermeiden.

Die Blütenpracht des Rhododendron zieht immer wieder neidvolle Blicke der Nachbarn auf sich. Ganz ohne entsprechende Pflege und Unterstützung kommt das nicht zustande – die immergrüne Gartenpflanze ist nämlich in einigen Punkten durchaus anspruchsvoll. Worauf Sie bei der Pflege achten sollten, erfahren Sie hier.

Schon vor der Pflanzung: Achten Sie auf Standort und Boden

Die Pflege des Rhododendron beginnt im Prinzip schon bei der Standortauswahl und bei der Pflanzung: Die Staude ist beim Bodensubstrat nämlich sehr anspruchsvoll, weshalb Sie am besten eine spezielle, im Handel erhältliche Rhododendron-Erde besorgen. Im besten Fall untersuchen Sie auch den pH-Wert des Bodens. Dieser sollte sauer sein und zwischen 4 und 5 liegen. Alternativ können Sie den vorhandenen Boden verbessern: Bei einer schweren und lehmigen Erde lohnt es sich gar, ihn komplett auszuheben und mit einer Mischung aus Sand, Laubhumus, Rindenkompost und Nadelstreu aufzufüllen, wie das Portal gartenflora.de rät.

Rhododendron-Pflege: Verwenden Sie keine kalkhaltigen Dünger

Rhododendron braucht eine regelmäßige Nährstoffzufuhr, um sein charakteristisches Blütenkleid zu entwickeln. Achten Sie aber darauf, keine kalkhaltigen Dünger zu verwenden, da die Stauden darauf sehr empfindlich reagieren können. Nicht selten kommt es dann zu gelben Blättern. Auch hier lohnt sich deshalb ein spezieller organischer Rhododendrondünger, der auf den Bedarf der Pflanze abgestimmt ist. Nicht zu vergessen ist das Gießwasser: Hier sollte ebenfalls kein Kalk enthalten sein, weshalb Sie lieber auf Regenwasser als auch Leitungswasser zurückgreifen sollten.

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Rhododendron-Schnitt zum richtigen Zeitpunkt vornehmen

Sollten Sie Ihren Rhododendron stärker zurückschneiden wollen – zum Beispiel wegen einer Verkahlung im Inneren –, dann sollten Sie das schon im Herbst nach der Welke erledigen und nicht erst im Frühjahr. Zu diesem Zeitpunkt haben Rhododendron-Stauden nämlich bereits ihre Knospen für die kommenden Blüten angelegt. Im Mai und Juni sollten Sie hingegen nur einfache Pflege-Schnitte an der Pflanze durchführen. (fk)

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
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