+
Was ist beim Fensterputzen zu beachten, damit die Scheiben wieder klar werden?

Haushalts-Ratgeber

Richtig saubere Fenster: Vom Hausmittel bis zum Fenstersauger

  • schließen

Regen und Schnee haben ihre Spuren auf den Fensterscheiben hinterlassen? Dann ist es Zeit, diese wieder mal gründlich zu putzen. Was dabei zu beachten ist.

Wenn die Sonne am Ende des Winters kaum mehr durch die dreckigen Fenster scheinen kann, ist es höchste Zeit, die Scheiben vom Schmutz der kalten Jahreszeit zu befreien. Das Fensterputzen mag für viele eine lästige Routine darstellen, zumal es dabei auch einiges zu beachten gibt, damit keine unansehnlichen Schlieren entstehen. 

Richtig Fenster putzen: So geht's

Viel ist nicht nötig, damit die Fenster strahlend wieder sauber werden. Ein einfacher Lappen, ein Schwamm und ein Gummi-Abzieher reichen an Utensilien normalerweise völlig aus. Ansonsten brauchen Sie noch Glasreiniger und viel Wasser. Dieses sollte nicht zu heiß sein, da sonst die Reinigungsmittel verdampfen, bevor sie die Glasscheibe erreichen. Es reiche nicht aus, das Fenster mit Glasspray einzusprühen, betont Rosemarie Weber vom Netzwerk Haushalt Bayern (DHB). Vielmehr sei es besser, wenn Sie die Scheiben mit ausreichend warmem Wasser einweichen. Dann sei auch weniger Reinigungsmittel nötig, da sich der Schmutz bereits im Wasser löst. 

Bei grobem Schmutz bietet es sich an, diesen vorher mit einem Schwamm zu bearbeiten. Im Außenbereich sollte an Wasser nicht gespart werden, da sich hier wesentlich mehr Dreck ansammelt, wie Ulrich Tschorn vom Verband Fenster + Fassade der erläutert. Ohne genügend Wasser könne der Schwamm mit den aufgenommenen Schmutzpartikeln das Glas verkratzen.

Mit einer Gummilippe können Sie anschließend das Wasser von der Scheibe problemlos abziehen. Das Wasser, welches sich nun im unteren Bereich sammelt, wischen Sie mit einem saugstarken, fusselfreien Baumwoll- oder Leinentuch ein. Praktisch ist auch das Fensterputzen mit einem Mikrofasertuch, denn hier sind keine Reinigungsmittel nötig.

Zeitungspapier, Essig und Natron: Fensterputz-Tipps aus Omas Zeiten

Viele schwören auf altbewährte Methoden wie die reinigende Wirkung von Zeitungspapier beim Fensterputzen. Doch was hat es mit diesem Hausmittel auf sich? Das Papier saugt das Wasser schnell auf und hinterlässt keine Schlieren, und ein Schuss Essig im Wasser löst hartnäckige Kalkrückstände

Der große Vorteil: Zeitung und Essig sind so gut wie in jedem Haushalt verfügbar. Doch Vorsicht: Die Holzbestandteile im Papier können auf Dauer das Glas verkratzen. Außerdem könne Druckerschwärze austreten, wie das Portal haushaltstipps.com berichtet. Auch das Putzen mit Backpulver oder Natron kennen viele noch aus Großmutters Zeiten. Vor allem dem Plastik-Fensterrahmen verhilft das Pulver zu frischem Glanz, welche unbedingt vor dem Fensterputzen gereinigt werden sollten.

Fenstersauger: Praktische Helferlein erleichtern das Putzen

Eine relativ neue Errungenschaft im Haushalt sind die sogenannten Fenstersauger. (Partnerlink)

Dabei handelt es sich um Geräte, die zum einen die Scheibe putzen, zum anderen auch das Schmutzwasser direkt wieder einsaugen. Beim Fenstersauger ist eine Abziehlippe integriert, die von oben nach unten über die Scheibe gezogen wird und das Fenster idealerweise streifenfrei reinigt. Das Wasser wird gleichzeitig in einen integrierten Behälter gesaugt, der nach dem Putzen nur noch über dem Waschbecken entleert wird.

Die Sauger gibt es in verschiedenen Ausführungen und Preisklassen schon ab rund 50 Euro, die Funktionsweisen sind jedoch immer gleich. Die Geräte sind akkubetrieben und benötigen somit kein lästiges Stromkabel. Meistens handelt es sich um Lithium-Ionen-Akkus, die über das mitgelieferte Ladegerät aufgeladen werden. Hochwertige Sauggeräte haben eine Laufzeit von über 30 Minuten.

Es gibt noch nicht viele Hersteller im Bereich der Fenstersauger. Zu den Marktführern zählen die deutschen Marken Kärcher (ab 58 Euro) und Leifheit (ab 47 Euro). Bei manchen Fenstersaugern sind praktischerweise Glasreiniger, Sprühflasche und Mikrofaserwischer mit enthalten.

Der große Vorteil der Fenstersauger: Das Putzen und Abziehen passiert in einem Zug,die Scheibe ist im Nu wieder klar und sauber. Manche Sauger haben ganze Reinigungspakete eingebaut, wobei sich ein Mikrofasertuch unterhalb der Gummilippe mit Reinigungsmittel aus einem weiteren Flüssigkeitsbehälter vollsaugt. Für das Befeuchten und Trocknen brauchen Sie somit nur eine Handbewegung.

So vermeiden Sie Schlieren beim Fensterputzen

Ärgerlich ist es, wenn sich nach dem Putzen Streifen auf der Scheibe bilden. Das Forum Waschen gibt fünf Tipps, damit das nicht passiert:

  1. Achten Sie auf die richtige Dosierung des Putzmittels.
  2. Weichen Sie hartnäckigen Insektenkot gründlich ein.
  3. Reinigen Sie den Fensterrahmen, bevor Sie die Scheibe putzen.
  4. Wischen sie nach jedem Abziehen die Gummilippe trocken.
  5. Lieber Abziehen als trocknen lassen.

Die smarten Haushaltshilfen - Roboter putzen die Wohnung

von Felix Mildner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Richtig waschen: Sieben Tricks, die Sie noch nicht kannten
Wäsche waschen ist nicht schwer. Doch Vorsicht: Bei der Waschmaschine muss man einiges beachten. Mit diesen Tipps wird die Wäsche strahlend sauber.
Richtig waschen: Sieben Tricks, die Sie noch nicht kannten
Hälfte der Haushalte nutzt noch Glühbirnen
Trotz besserer Alternativen wie Halogenlampen oder Leuchtdioden werden Glühlampen noch häufig in deutschen Haushalten verwendet. Das zeigt eine Umfrage.
Hälfte der Haushalte nutzt noch Glühbirnen
Wenn der Kürbis mehr als eine Tonne wiegt
Riesen-Tomaten, monströse Kürbisse und XXL-Zucchini halten seit einigen Jahren in immer mehr deutschen Gärten Einzug. Einer der Höhepunkte der Szene ist jedes Jahr in …
Wenn der Kürbis mehr als eine Tonne wiegt
Frau lebte auf nur acht Quadratmetern - für knapp 600 Euro
Nicht nur in deutschen Großstädten hat man Grund sich über Mietpreise zu beschweren: In New York bezahlte ein Frau umgerechnet 600 Euro für eine Mini-Wohnung.
Frau lebte auf nur acht Quadratmetern - für knapp 600 Euro

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion