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Gartenzäune setzen früher oder später Rost an. Vor dem neuen Anstrich ist es wichtig, den Rost gründlich zu entfernen. Doch wie geht das am besten? Foto: Felix Kästle

Rost am Gitter entfernen - Mechanisch abschleifen oft besser

Rost an Gartengeländern ist unvermeidbar - aber wie lässt er sich am besten entfernen? Und worauf kommt es beim neuen Anstrich an? Antworten darauf gibt ein Ratgeber-Autor der Stiftung Warentest.

Berlin (dpa/tmn) - Balkongitter oder Eisengeländer, die Wettereinflüssen ausgesetzt sind, setzen früher oder später Rost an. Dieser muss sorgfältig entfernt werden, bevor man Gitter und Geländer neu anstreicht.

"Handelt es sich nur um einzelne Rostnester, so genügt es meist, sie mit grobem Schmirgelpapier bis auf das blanke Metall abzuschleifen", erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor der Stiftung Warentest in Berlin.

Dann wird mit einem feineren Schmirgelpapier ein Übergang zum noch fest haftenden umgebenden Anstrich hergestellt. "Nach mehrfacher Behandlung der abgeschliffenen Stellen mit einer Metallgrundierung und dem Aufrauen des Altanstrichs könnte man jetzt mit dem Neuaufbau beginnen."

Falls der alte Anstrich schon soweit geschädigt ist, dass er großflächige Rostschäden hat, rät Birkholz, das gesamte Stück maschinell abzuschleifen und den Anstrich grundlegend zu erneuern. Transportable Teile wie ein Gartentor, könne man zu einem Experten für Sandstrahlen bringen, falls man das mühsame Abschleifen scheut.

"Rostumwandler, zumeist auf der Basis von Phosphorsäure, sind selten hilfreich", findet der Heimwerkerexperte. "Bestenfalls auf dünnen, gleichmäßigen Rostschichten, die ohnehin leicht mechanisch zu entfernen sind."

Denn Rost und Säure könnten nur in einem bestimmten Verhältnis zueinandergebracht zu einem perfekten Ergebnis führen. "In der Praxis jedoch bleiben entweder Rost oder Säure übrig, und somit wird keine tragfähige Grundlage für den Neuanstrich erreicht."

Der Neuanstrich beginnt mit einer Metallgrundierung. "Sie stellt den primären Rostschutz dar, weshalb es sich lohnt, zwei oder gar drei Schichten aufzubringen", rät Birkholz. "Als Haftgrundierung erfolgt erst dann ein Anstrich mit Vorstreichfarbe, bevor eine erste Lackschicht aufgetragen wird."

Ist sie komplett durchgetrocknet, empfiehlt der Buchautor, die Schicht leicht anzuschleifen und dann ein zweites Mal zu lackieren, damit wirklich alle Poren geschlossen sind und keine Feuchtigkeit mehr bis zum Metall vordringen kann.

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