Schönheitsreparaturen: Vermieter in der Pflicht

Berlin - Enthält ein Mietvertrag keine Regelung zu Schönheitsreparaturen, muss der Vermieter die Wohnung selbst streichen oder tapezieren.

Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Weigert sich der Vermieter tätig zu werden, kann der Mieter die Renovierungsarbeiten selbst in Auftrag geben, entschied das Landgericht Berlin (Az.: 65 S 440/09). Vom Vermieter könne er dann einen entsprechenden Kostenvorschuss verlangen. Basis für den Kostenvorschuss kann dabei das Angebot einer Malerfachfirma sein, das der Mieter selbst eingeholt hat.

Dem kann der Vermieter nicht günstigere Angebote von Nichtfachhandwerkern entgegenhalten, die er gefragt hat. Der Grund: Der Mieter hat einen Anspruch auf “fachgerechte“ Ausführung der Arbeiten. In vielen Mietverträgen seien unwirksame Klauseln zu Schönheitsreparaturen enthalten, erklärt der Mieterbund. So seien starre Renovierungsfristen ebenso unwirksam wie Vorgaben zur Farbwahl während der Mietzeit. In all diesen Fällen müssen Mieter die Wohnung nicht renovieren.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Immobilien kaufen? In diesen Städten lohnt es sich noch
Die Mietpreise schießen in vielen Regionen Deutschlands durch die Decke: Lohnt sich dann da überhaupt noch der Immobilienkauf? Das sagen Experten.
Immobilien kaufen? In diesen Städten lohnt es sich noch
"Öko-Test": Viele Dachdämmungen enthalten bedenkliche Stoffe
Die Experten der Zeitschrift "Öko-Test" haben sich Dach-Dämmstoffe aus konventionellen und nachwachsenden Rohstoffen genauer angesehen. Die Ergebnisse sind eher …
"Öko-Test": Viele Dachdämmungen enthalten bedenkliche Stoffe
Spülmaschinen-Tabs im Test: Teuer ist nicht gleich Qualität
Das dürfte viele Spülmaschinenbesitzer interessieren: Gut muss nicht immer teuer sein, wie die neue Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt.
Spülmaschinen-Tabs im Test: Teuer ist nicht gleich Qualität
Keller unter Wasser? Das müssen Hausbesitzer jetzt tun
Anhaltende Schauer oder Starkregen überfluten Keller. Was nun? Wer vorschnell handelt, schadet unter Umständen dem Gebäude und verliert Versicherungsansprüche.
Keller unter Wasser? Das müssen Hausbesitzer jetzt tun

Kommentare