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Nicht jede Fischsorte sollte auf den Tisch. Foto: Patrick Pleul

Schonend für Tiere und Umwelt - Tipps für den Fisch-Kauf

Berlin (dpa/tmn) - Überfischung gilt als Hauptursache für einen dramatischen Rückgang der Artenvielfalt in den Weltmeeren. Verbraucher sollten deshalb beim Fischkauf ganz genau hinschauen. WWF-Sprecher Roland Gramling erklärt, worauf man achten kann:

Was geht: Am besten kaufen Verbraucher Wildfisch, der mit dem MSC-Siegel gekennzeichnet ist. MSC steht für Marine Stewardship Council, das Siegel lässt sich am weißen Fisch und weißer Schrift auf blauem Hintergrund erkennen. "Das MSC-Siegel garantiert, dass der Fisch aus bestands- und umweltschonender Fischerei stammt", sagt Gramling. Wer unverpackten Fisch beispielsweise an Marktständen kauft, kann den Händler danach fragen.

Was nicht geht: Manche Fische sollten generell nicht auf dem Teller landen, beispielsweise Aal. Dieser Fisch sei hochbedroht, sagt der Experte - und er lässt sich nicht züchten. Ebenfalls tabu ist alles, was mit Hai zu tun hat. Das kann eine Haifischflossen-Suppe sein, aber beispielsweise auch die Schillerlocke. Diese besteht aus dem Bauchlappen des Dornhais. "Haie pflanzen sich sehr langsam fort, ihr Bestand kann sich kaum erholen", mahnt Gramling. Auch viele Edelfische wie Grenadierfische und Granatbarsche sind überfischt.

Wo der Fisch herkommt: Bei den Klassikern wie Lachs und Kabeljau kommt es immer auch auf die Herkunft an - hier sollten Verbraucher besonders sorgfältig prüfen, woher die Tiere stammen, und ob sie mit einem MSC-Siegel gekennzeichnet sind.

Wie gezüchtet wird: Auch Fisch aus einer Zucht ist nicht völlig unbedenklich, meint der WWF-Sprecher. Beispielsweise Massenzüchtung kann zu Umweltproblemen führen, wenn Antibiotika ins Wasser geraten. Verbraucher achten deshalb am besten darauf, dass der Fisch entweder aus einer Bio-Zucht stammt oder das ASC-Siegel trägt. ASC steht für Aquaculture Stewardship Council und kennzeichnet verantwortungsvolle Zucht.

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