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In München werden die Immobilienpreise künftig nicht mehr ganz so stark wie zuletzt steigen.

Immobilienmarkt

Das sind Münchens teuerste Lagen

Niedrige Zinsen machen die Finanzierung der eigenen Immobilie derzeit günstig. Allerdings wird es immer schwieriger, durch Vermietung angemessene Renditen zu erzielen – vor allem in begehrten Lagen wie dem Großraum München.

Während Nachfrage und Preise weiter steigen, fallen die Brutto-Mietrenditen immer weiter. Grund dafür ist, dass die Kaufpreise schneller steigen als die Mieten. Das ergab eine Untersuchung des Magazins „Capital“ in Kooperation mit dem iib Dr. Hettenbach Institut.

Ermittelt wurden dabei für 40 deutsche Städte neben den Preisen für Kauf und Miete auch die aktuelle Brutto-Mietrendite. In zwölf der 40 Städte ist bei Altbau noch eine Rendite von fünf Prozent und mehr erzielbar, insbesondere in Ruhrgebietsstädten wie Bochum, Duisburg oder Essen. Im Schnitt der 40 Städte beträgt sie 4,4 Prozent. Bei Neubauten liegt die Rendite niedriger: Im Schnitt beträgt sie 3,8 Prozent, die niedrigsten Werte weisen Düsseldorf (3,2 Prozent) Regensburg (3,3) und München (3,4) auf.

In München werden die Immobilienpreise künftig nicht mehr ganz so stark wie zuletzt steigen, prognostizieren die Autoren des „Immobilien Kompass“. Billiger werde es jedoch nicht – dafür seien die Wachstumsaussichten zu groß. Auch wenn es in zentrumsnaher Lage an Grundstücken mangelt, gibt es in einigen Vierteln noch Neubauprojekte – ein Überblick:

Allach-Untermenzing

Auf dem Diamalt-Gelände zwischen Georg-Reismüller-Straße und Ludwigsfelder Straße entstehen derzeit 600 neue Wohnungen. 2017 sollen die ersten Doppelhaushälften und Stadthäuser fertig sein. Günstig wird der Wohnraum allerdings nicht. Marktexperten rechnen mit 1,8 Millionen Euro je Doppelhaushälfte. Aktuell liegen im Viertel die Quadratmeterpreise bei 4900 Euro im Bestand und bei 6000 Euro im Neubau.

Giesing

Das Viertel galt lange als Arbeiterviertel, hat preislich aber mittlerweile längst aufgeholt. Seit 2006 hat sich der durchschnittliche Quadratmeter-Kaufpreis mehr als verdoppelt auf beinah 6000 Euro im Neubau (Bestand: 5000). Unternehmen wie Agfa, die Paulaner-Brauerei und Osram haben im Viertel Gelände freigemacht für große Neubauprojekte. Die Wohnungen auf dem Agfa-Gelände am Mittleren Ring sind bereits verkauft – die Preise lagen bei rund 400 000 Euro für eine 75-Quadratmeter-Wohnung. Das Paulaner-Areal soll ab Sommer bebaut werden, auf dem ehemaligen Osram-Gelände soll es voraussichtlich 2018 losgehen.

Neuhausen-Nymphenburg

Das Viertel ist beliebt, Wohnen hat seinen Preis. 6000 Euro pro Quadratmeter müssen Käufer derzeit für Bestandswohnungen einkalkulieren. Bei Neubauten sogar 8000 Euro. Eine 79-Quadratmeter-Wohnungen im Neubaublock „Kosmo“ an der Arnulfstraße kostete beispielsweise mit Tiefgaragenstellplatz 620 000 Euro. In den „Friends“-Türmen der LBBW kostet der Quadratmeter gar 8000 bis 10 000 Euro.

Bogenhausen

Die Bayernkaserne dient derzeit noch als Flüchtlingsunterkunft. Doch bald sollen hier sowie in der Prinz-Eugen-Kaserne 4000 Wohnungen gebaut werden. Einer der großen Bauherren ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag. Die Preise sollen „bezahlbar“ bleiben, wird beteuert. Aktuell liegen sie in Bogenhausen bei 5900 Euro pro Quadratmeter im Bestand – 8000 Euro im Neubau.

Maxvorstadt

Hier sind die Quadratmeterpreise für Neubauten bereits fünfstellig. Im Bestand kostet der Quadratmeter 7400 Euro. Eine der wenigen Baulücken an der Türkenstraße wird gerade geschlossen. 38-Quadratmeter im Luxuswohnhaus „Ludwig – Urban – Living“ sind für 475 000 Euro zu haben. Zwei Zimmer auf 75 Quadratmetern kosten ab 1 Million.

Obersendling

Hier wird auf dem ehemaligen Eon-Gelände an der Boschetsrieder Straße gebaut. Zweizimmerwohnungen sollen rund 330 000 Euro kosten, drei Zimmer ab 420 000 Euro. Aktuell liegen die Quadratmeterpreise in Obersendling bei (vergleichsweise moderaten) 6400 Euro im Neubau. Für Bestandswohnungen zahlt man im Münchner Süden 4700 Euro pro Quadratmeter.

So verändert München sein Gesicht

mm

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