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"Tolerante Sie sucht tolerante Euch": Diese Anzeige auf dem Portal wg-gesucht.de sorgt für viele Lacher im Internet.

Wer will hier einziehen?

Das ist die skurrilste WG-Anzeige der Welt

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Berlin - Mona, 31, feministisch und links, sucht ein WG-Zimmer in Berlin. Miete unter fünf Euro, alles andere wäre ja kapitalistisch. Ob echt oder Fake: Auf Facebook ist die Anzeige ein Renner.

Diese Frau weiß, was sie will. Und was nicht. Die Kurzfassung: Die 31-jährige Geschichtsstudentin und bekennende Linke Mona will ein Zimmer in einer Frauen-WG in Berlin. Soweit, so gut. Nur bezahlen will sie dafür nichts. Dreist? Vielleicht. Echt oder Fake? Oder gar ein PR-Gag des WG-Zimmer-Portals? Bisher unklar. Originell? In jedem Fall! Auf Facebook wurde die Anzeige im Online-Portal wg-gesucht.de massenhaft geteilt.

Klare Anforderungen an die Mitbewohner

Aber Mona zieht natürlich nicht bei jedem ein. Sie hat eine ganze Liste von Anforderungen verfasst, die ihre zukünftigen Mitbewohner erfüllen sollten. Spätestens jetzt sollten Männer weghören, Anhänger der guten alten Marktwirtschaft sowieso.

Keine Männer, kein Kapitalismus

Denn schon in den ersten Sätzen ihrer Anzeige stellt Mona klar, wie sie diesen Themen gegenübersteht: "Ich halte nichts von Aggressionen und Machtspielen, daher suche ich eine 100-prozentige Frauen-WG, in der mensch sich aktiv gegen Terror, Krieg, Rassenwahn, Faschismus, Chauvinismus und US-Kulturimperialismus einsetzt."

Wer hätte das bei dieser Überschrift erwartet: "Tolerante Sie sucht tolerante Euch." Aber tolerant, das ist sie ja, die Mona. Und fröhlich und offen noch dazu: "Ich, 31, bin eine fröhliche, offen linke und offen feministische Studentin der Geschichte und suche eine weltoffene und antikapitalistische WG in Friedrichshain/Kreuzberg", schreibt die Wohnungssuchende.

Toleranz als oberstes Gebot

Und das erwartet sie sich eben auch von ihren Mitbewohnern: "Ihr solltet alternativen Lebensmodellen gegenüber aufgeschlossen sein und Toleranz zu Euren obersten Werten zählen." Nicht mehr und nicht weniger. Oder doch ein bisschen mehr? Naja, eine Waschmaschine sollte schon in der WG sein.

Ach ja, die 31-Jährige lebt vegan, tierische Produkte sollten also lieber draußen bleiben. Das gilt hin und wieder auch für ihre Mitbewohner, meint sie: "Ich hatte in der Vergangenheit leider des Öfteren Erfahrung mit Menschen machen müssen, die geblieben sind, wenn ich sie darum bat, die Wohnung (temporär) zu verlassen." Ansonsten sei sie aber pflegeleicht. Natürlich.

Hilfe statt Miete

Zum Beispiel wenn es an das Zahlen der Miete geht. Da hält sie sich nämlich lieber vornehm zurück. Ist ja kapitalistisch. "Geld ist ein Hebel des Stärkeren, womit ich mich nicht identifizieren kann." Stattdessen bietet sie ihre praktische Hilfe im Alltag an: Arbeiten im Haushalt, Reparaturen, ja sogar therapeutische Gespräche auf der Couch. Falls doch mal einer ihrer Mitbewohner Lust auf ein Steak bekommt.

Und weil die Mona andere Haltungen respektiert, könnte sie sich sogar vorstellen, sich an den Strom- und Internetkosten zu beteiligen, "auch wenn das zum Grundbedarf des Menschen gehört und damit unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden MUSS".

Skurril aber lustig

Falls Sie zu den Glücklichen gehören sollten, die in Monas tolerantes Weltbild passen: Bewerben Sie sich jetzt. Die 31-Jährige freut sich aufs "Casting". Falls nicht: Schmunzeln Sie einfach über diese mit Sicherheit skurrilste WG-Anzeige der Welt.

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