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Wohnkomfort im Alltag

Smart Home: Digitale Netzwerke für Komfort und Sicherheit

In Science-Fiction-Filmen spielten sie schon lange eine Rolle, erste reale Projekte gab es in Deutschland um die Jahrtausendwende. Die Rede ist von Smart Homes.

Smart Homes sind digital vernetzte Häuser, in denen Technologien nicht nur den Wohnkomfort im Alltag, sondern auch Energieeffizienz und Sicherheit optimieren. Automationsspezialist Somfy gehört mit seiner internetbasierten Haussteuerung TaHoma Connect zu den Pionieren der intelligenten Häuser und erarbeitete sich schon lange vor der Geburtsstunde der eigentlichen Smart Homes wertvolles technisches Know-how. So entwickelte das Unternehmen 1981 die erste Steuerung für Markisen und Sonnenschutz und führte bereits 1998 die eigene Funktechnologie RTS auf dem Markt ein.

Wie funktioniert ein Smart Home?

Ein Smart Home ermöglicht das Ansteuern verschiedenster Bereiche der Haustechnik über eine internetbasierte Schaltzentrale – bei Somfy wird das vernetzte Haus über die TaHoma Box gesteuert. Sie wird an einen vorhandenen Internet-Router angeschlossen und kommuniziert per Funk mit einer Vielzahl von Geräten, wie beispielsweise Rollläden, Markisen, Fenstern und Türen, der Hausbeleuchtung und der Heizung sowie Gefahrenmeldern. Voraussetzung ist, dass diese mit entsprechenden Funksensoren ausgerüstet sind. Die Steuerung der Geräte erfolgt via Laptop, Smartphone oder Tablet. Für maximale Sicherheit sorgen HTTPS-Verschlüsselungen, die auch im Online-Banking Verwendung finden. Die grafische Benutzeroberfläche des Systems ist intuitiv bedienbar und erlaubt den bequemen Zugriff auf das gesamte Netzwerk. Zuhause werden die Geräte optional über Fernbedienungen gesteuert. Mit Funkwandsender ist außerdem eine manuelle Bedienung einer oder mehrerer Komponenten möglich.

Das intelligente Haus

Durch TaHoma Connect verwandelt sich das Haus in eine Komfortzone, die sich ganz flexibel steuern und kontrollieren lässt. Über die Software können komplett individuelle Wohnszenarien erstellt werden, wie Oliver Rilling, verantwortlich für das strategische Produktmarketing bei Somfy, erklärt:

"Gehen"

Die Haustür wird verriegelt, sämtliche Beleuchtung abgeschaltet und die Heizung in den Sparmodus versetzt. Zusätzlich fahren die Rollläden in eine individuelle Zwischenposition oder schließen komplett. Wenn der Paketbote eine Sendung abzugeben hat oder die Kinder ihren Schlüssel vergessen haben, reicht ein Fingertipp, um die Haustür auch vom Büro aus zu öffnen und später wieder zu verriegeln.

"Wohlfühlen"

Wenn die Bewohner des Smart Home zu Hause sind, geht es um maximalen Wohnkomfort. An einem schönen Herbsttag werden die Rollläden oder Jalousien geöffnet, die Dachfenster leicht gekippt und die Leistung der Heizung reduziert. Bei Sonnenuntergang schließen sich Fenster und Rollläden, um die nachmittags gespeicherte Sonnenwärme im Haus zu halten. Ein Windsensor sorgt dafür, dass Außenmarkisen bei stärkerem Wind automatisch eingefahren werden.

"Urlaub"

Ist man eine längere Zeit abwesend, simuliert das System Präsenz, sodass das Haus bewohnt wirkt. Abends und nachts schalten sich die Lichter in verschiedenen Räumen zu vorher programmierten Zeiten an und aus, natürlich funktioniert bei Bedarf auch der Sonnen- und Hitzeschutz des Hauses. Ob die Befehle korrekt ausgeführt werden, ist über die Rückmeldefunktion der Software einsehbar.

Dynamisches Energiemanagement in einem Smart Home

Die Energieeffizienz eines Hauses steigert sich durch die Smart Home Technologie beträchtlich, da sie ein dynamisches Energiemanagement ermöglicht. Beispielsweise lassen sich durch das automatische, witterungsabhängige Öffnen und Schließen der Rollläden pro Jahr bis zu 800 kWh an Heizungsenergie sparen – bei einem derzeitigen Strompreis von 28,81 Cent/kWh entspricht das einer Ersparnis von über 220 Euro! Im Sommer sorgt der über Temperatursensoren automatisch aktivierte Sonnenschutz dafür, dass in den Innenräumen auch ohne zusätzliche Kühlung ein angenehmes Klima herrscht – eine belgische Studie weist aus, dass die Innentemperatur hierdurch um bis zu 8 °C niedriger liegen kann. Über das sogenannte Smart Metering spürt das intelligente Haus Energiefresser auf und sorgt für eine ebenso angenehme wie energieeffiziente Temperierung.

Wie teuer ist ein Smart Home?

Ein Smart Home-Netzwerk ist in Neubauten, aber auch in bestehenden Gebäuden installierbar. Viele vorhandene Haustechnik-Prdukte lassen sich nachträglich mit Funkempfängern versehen, einige Komponenten müssen möglicherweise einen Funk-Einsteckantrieb erhalten. Solch eine smarte Wohnlösung muss übrigens nicht teuer sein: Die digitale Schaltzentrale für das intelligente Haus gibt es schon für wenige hundert Euro, Software und Apps sind natürlich inklusive. Durch die Funktechnologie erfolgt die gesamte Kommunikation innerhalb des Netzwerks drahtlos, sodass aufwendige Verkabelungen entfallen. Das TaHoma-System ist modular aufgebaut und beliebig erweiterbar. Neben Komplettinstallationen für das gesamte Haus sind auch kostengünstige Einstiegslösungen in Teilbereichen möglich.

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