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Zuhause alt werden - dank moderner Technologie.

Im Alter daheim bleiben

Smartes Wohnen für Senioren: Internet-Technik macht’s möglich!

Die Deutschen werden immer älter – und sie wollen möglichst lange zu Hause wohnen bleiben. Rund drei Viertel der über 65-Jährigen wünschen sich, in den eigenen vier Wänden alt zu werden.

Und das wird künftig einfacher, dank technischer Hilfe. Denn das „Smart Home“ hilft dabei, dass die Älteren so lange wie möglich selbstbestimmt leben können. An vielen dieser Produkte wird noch geforscht, einige der cleveren Helfer gibt es aber auch schon zu kaufen.

1. Die vernetzte Wohnung:

Der Teppich Sens- Floor vor dem Bett (ab 400 Euro) schaltet bei Berührung automatisch das Licht in Schlafzimmer, Gang und Bad ein – und verhindert so nächtliche Stürze. Künftig sollen Teppiche sogar registrieren, wenn bei einem Sturz ein großer Körper darauf fällt. Oder der intelligente Türrahmen bemerkt, dass sich der Senior nicht wie sonst üblich durch seine Wohnung bewegt. Dann wird Alarm ausgelöst, genau wie beim smarten Herd. Er stellt fest, wenn die Platten mehr als eine halbe Stunde eingeschaltet sind, ohne dass jemand davor arbeitet. Auch Badewannen, Wasserhähne oder Bügeleisen bekommen künftig solche Warn-Sensoren.

2. Das wache Bett:

Künftig kann das Bett den Routinebesuch beim Arzt ersetzen. Denn die Sensoren registrieren Körpertemperatur und Puls oder analysieren den Schweiß. Die genauen Ergebnisse sieht der Senior am nächsten Morgen auf seinem Smartphone – oder auf einem vernetzten Spiegel im Bad, der alle wichtigen Informationen des Tages anzeigt, vom Wetter bis zu Terminen. Das Balluga ist ein solches Bett und soll noch dieses Jahr ab etwa 1.100 Euro in den Handel kommen.

3. Die clevere Medikamentenbox:

Sie gibt immer pünktlich die richtigen Rationen aus. Wenn die Einnahme fällig ist, meldet sich die Box entweder per App oder per Einblendung am Fernseher oder die Elektronik am Spender macht sich lautstark bemerkbar. In den USA gehört die vernetzte Pillenbox GlowCaps schon heute zum Alltag vieler Senioren. In Deutschland setzen sich solche schlauen Spender wie die Casenio Medibox für 49 Euro erst jetzt langsam durch.

4. Die kluge Klingel:

Es läutet, aber wer steht draußen vor der Tür? Für Senioren kann es eine Quälerei sein, dann vom Sofa aufstehen zu müssen. Die Videotürklingel DoorBird (350 Euro) aus Berlin schafft Klarheit – und Sicherheit. SieüberträgtdieBildervon der Türkamera auf Smartphone oder Tablet. Wer sich per Kamera und Gegensprechanlage davon überzeugt hat, dass alles in Ordnung ist, öffnet die Tür per App. Wenn nicht, lässt sich ein gellend lauter Sirenenton auslösen. Viel Komfort und Sicherheit, aber auch viel Überwachung. Wie werden Senioren darauf reagieren? Andreas Rieger von der TU Berlin ist zuversichtlich: „Wenn man ihnen den Mehrwert verdeutlicht, empfinden die Nutzer diese fürsorgliche Belagerung als positiv für sich selbst.“ Bleibt nur noch ein Problem: Wie verhindert man, dass Ganoven hacken und Schaden anrichten …?

Skurrile IFA-Gadgets: Schnarch-Tagebücher und Spiegel-PC

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