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Stachelbeeren schneiden: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Von: Franziska Kaindl

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Reife Stachelbeeren hängen an einem Strauch zur frühen Sommerzeit.
Reife Stachelbeeren hängen an einem Strauch. © Gottfried Czepluch/imago-images

Stachelbeeren sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden, um jedes Jahr eine reiche Ernte zu erhalten. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie hier.

Johannisbeere oder Brombeere* sind Klassiker unter den Beerensträuchern, doch auch die Stachelbeere ist nicht zu verachten. Sie sind dank reichlich Vitamin C und A sowie Kalium, Magnesium, Calcium und Phosphor äußerst gesund und deshalb eine gute Wahl für den heimischen Garten. Damit die Ernte jedes Jahr so gut wie möglich ausfällt, sollte der Stachelbeerenstrauch jedes Jahr mit einem Schnitt gepflegt werden.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Stachelbeeren zu schneiden?

Es gibt unterschiedliche Gründe, um die Stachelbeere zurückzuschneiden. Zum Beispiel dient ein Erziehungsschnitt in den ersten beiden Jahren dazu, dass der Strauch einen übersichtlichen Aufbau erhält. Dieser findet in der Regel im Frühjahr nach der Pflanzung oder direkt am Pflanztag statt. Viel öfter kommt es aber zum Erhaltungsschnitt, der ab dem dritten Standjahr durchgeführt wird: Er dient dazu, das junge Holz zu fördern und wird im Frühjahr zwischen Februar und Anfang März vorgenommen. Ältere Beerensträucher hingegen benötigen einen Verjüngungsschnitt, der ebenfalls im Frühjahr stattfindet. Alternativ können die beiden Schnitte auch direkt nach der Ernte vorgenommen werden.

Junge Stachelbeere: Anleitung für den Erziehungsschnitt

Beim ersten Erziehungsschnitt suchen Sie sich vier bis sechs kräftige Triebe aus und kürzen diese um ein Drittel ein. Alle anderen Triebe schneiden Sie direkt über dem Boden ab – es sollen keine Stummel zurückbleiben. Im zweiten Jahr gehen Sie genauso vor und lassen drei oder vier weitere kräftige Neuaustriebe stehen, sodass Sie insgesamt circa acht gute Triebe haben.

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Erhaltungsschnitt: So schneiden Sie die Stachelbeere zurück

Ab dem dritten Standjahr geht es darum, dass die Pflanze ausgelichtet und junges Holz gefördert wird. Alles, was alt ist, wird hingegen entfernt – dazu zählen alle Triebe, die älter als fünf Jahre sind. Sie erkennen sie an der meist dunkleren Rinde. Zudem werden alle Triebe, die nach innen oder zu dicht stehen, weggeschnitten. Seitentriebe kürzen Sie am unteren Drittel der Pflanze ein. Die besten Früchte wachsen in der Regel an den Enden der älteren Haupttriebe oder an einjährigen Seitentrieben – diese sollten Sie daher stehen lassen. Zudem sollten Sie Haupttriebe alle drei bis sechs Jahre vom Boden aus erneuern. Ziehen Sie also davor schon Ersatztriebe heran; alle übrigen Bodentriebe können Sie entfernen.

Stachelbeer-Hochstamm: Wie schneide ich ihn?

Im Gegensatz zum Strauch reicht beim Hochstamm ein Grundgerüst von vier bis sechs Haupttrieben. Alte Triebe, die bereits im Ertrag nachlassen und nach unten hängen, kürzen Sie im Frühjahr um die Hälfte zurück. Ältere, aber aufrechte Triebe schneiden Sie direkt am Kronenansatz ab, wie das Portal Mein Schöner Garten informiert. (fk) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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