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Laut einer Umfrage sind Aufenthalte im Grünen sogar wichtiger für das Wohlbefinden als Beruf, Sexualleben, Geld oder Religion.

Stress und weite Wege

Zu wenig Natur: Stadtmenschen sind unzufrieden

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte. Doch die meisten sind unzufrieden damit, dass sie so wenig Zeit im Grünen verbringen. Doch warum bleiben viele Städter so oft zuhause?

Weniger Zeit in der Natur

Da es immer mehr Menschen in Großstädte zieht, wird zunehmend weniger Zeit in Wäldern und Parks verbracht. Laut der Ergebnisse des Global Green Space Reports, einer repräsentativen Studie der Husqvarna Group, die in neun Ländern durchgeführt wurde, sind 36 Prozent der Befragten unzufrieden damit, wie häufig und lange sie Zeit in Grünanlagen verbringen.

Wichtige Grünflächen

91 Prozent aller Befragten teilen die Überzeugung, dass Grünflächen wie Wälder, Parkanlagen und Gärten sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Laut den Umfrageergebnissen sind Aufenthalte im Grünen sogar wichtiger für das Wohlbefinden als Beruf, Sexualleben, Geld oder Religion. Einzig die familiäre Situation hat für die Befragten einen größeren Einfluss auf das Wohlbefinden als die Zeit im Freien.

Hindernis Stress

Obwohl unter den Befragten Einigkeit über den positiven Einfluss von Grünflächen herrscht, zieht es weltweit immer weniger Menschen hinaus ins Grüne. Mehr als ein Viertel der befragten Deutschen wünschen sich zwar, mehr Zeit im Wald zu verbringen – ebenso viele Umfrageteilnehmer konstatieren jedoch auch, dass die Häufigkeit ihrer Aufenthalte im Wald in den letzten fünf Jahren gesunken ist. Die Ursachen dafür: in erster Linie die große Entfernung zu Grünanlagen, dicht gefolgt von Zeitmangel aufgrund der langen Arbeitszeiten. Fast ein Drittel der Deutschen gibt als Grund auch eine hohe Arbeitsbelastung an.

Junge aufs Land

Eine Gruppe, die in der Studie besonders heraussticht, sind Eltern mit Kindern unter acht Jahren. Sie verbringen im Vergleich zu anderen Gruppen mit Abstand die meiste Zeit in der Natur. Dennoch geben 58 Prozent der deutschen Eltern an, dass ihre Kinder deutlich weniger Zeit im Wald verbringen als sie selbst noch in ihrer eigenen Kindheit, und 41 Prozent gehen mit ihren Kindern nie oder nur sehr selten in den Park. Gleichzeitig wünschen sich zwei Drittel der Deutschen, dass ihre Kinder sich häufiger im Grünen aufhalten. Dem Global Green Space Report zufolge sind aber schon erste Reaktionen auf derartige Entwicklungen erkennbar: In Deutschland zeigen sich 41 Prozent der Befragten aller Altersgruppen dazu bereit, abseits von Unterhaltungsangeboten zu wohnen, um näher am Grün zu sein. Und erstaunliche 28 Prozent würden einen weiteren Arbeitsweg und 15 Prozent eine größere Distanz zu Freunden dafür in Kauf nehmen.

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