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Die Riesen-Segge (Carex pendula) kann bis zu 120 Zentimeter hoch werden.

Carex

Staude des Jahres 2015: Fünf Fakten zur Segge

Die Segge ist die Staude des Jahres 2015. Die Pflanze sieht aber aus wie ein Gras. Das ist nicht das einzige Kuriose rund um eine Pflanze, die Hobbygärtner näher kennenlernen sollten.

Berlin - Der Bund deutscher Staudengärtner widmet sich immer ein Jahr lang einer Pflanze besonders intensiv. 2015 ist die Staude des Jahres die Segge, botanisch als Carex bekannt. Das sollte man über sie wissen:

Sie sieht aus wie ein Gras: Aber die Segge gehört botanisch in eine andere Gruppe. Sie ist eine Staude. Die Blätter der Segge sind in drei Reihen angeordnet und biegen sich leicht nach unten. Sie eignen sich gut als Hingucker im Topf oder am Beetrand. Aber auch in der Mitte einer Bepflanzung fallen sie noch auf.

Sie verträgt nasse Füße: Seggen mögen meist einen frischen, mittelmäßig feuchten Boden. Für Hobbygärtner bedeutet das, sie können die Stauden sogar in den tiefsten Schatten von Bäumen und Gehölzen setzen. Es gibt auch Exemplare, die sogar am besonders feuchten Teichrand wachsen. Ein Beispiel hierfür ist die Winkel-Segge (Carex remota).

Sie muss zum Friseur: Alte Halme oder Blätter lassen sich auskämmen - mit den Händen oder einem Rechen. Im Frühjahr tut den Pflanzen außerdem etwas Kompost gut. Wichtig ist, die Pflanzen vertragen keine Abdeckung aus Rindenmulch. Es lässt die Pflanzen an der Erdoberfläche abfaulen. Besser ist Kies und Miscanthus-Häcksel.

Sie hat Gemeinsamkeiten mit einem Tangotänzer: Diesen Vergleich zieht zumindest Cornelia Pacalaj von der gartenbaulichen Lehr- und Versuchsanstalt in Erfurt. Seggen könnten wie Tangotänzer in einer engen Disco zurechtkommen. Ihre schöne Gestalt und die eleganten Bewegungen kommen aber erst richtig zur Geltung, wenn man ihnen ein wenig Freiraum auf dem Parkett oder eben im Beet gibt.

Sie ist uralt: Wenige Pflanzen gibt es schon so lange auf der Erde: Fossile Pflanzenfunde beweisen, dass Seggen seit mehr als 30 Millionen Jahren existieren. Schätzungen gehen von 1000 Arten aus, viele kommen aus Nordamerika und Ostasien.

Pflanzenporträt

dpa

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