Nicht alle Luftreiniger halten dem Zigarettenrauch auf Dauer entgegen.
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Nicht alle Luftreiniger halten dem Zigarettenrauch auf Dauer entgegen.

Stiftung Warentest

Pollen, Schadstoffe und Co.: Stiftung Warentest verrät, welcher Luftreiniger Ihnen wirklich hilft

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Luftreiniger sollen Allergikern das Leben erleichtern. Wie gut sie das in der Realität umsetzen, hat nun Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt.

  • Luftreiniger gewinnen immer mehr an Beliebtheit.
  • Sie filtern die Luft von Schadstoffen und Pollen.
  • Ob die Geräte ihre Versprechen halten, hat Stiftung Warentest geprüft.

Die Zahl der Allergiker nimmt stetig zu: Schuld sind meist Pollen, Feinstaub oder andere Schadstoffe, die sich in Außen- und Innenluft befinden. Zum Beispiel tummelt sich wegen Möbeln und Bodenbelägen oft Formaldehyd in der Raumluft und auch ausdampfende Lösungsmittel aus Klebstoffen belasten die Atemluft. Luftfilter versprechen hier Abhilfe - so die Theorie. Wie sich die Geräte in der Praxis machen, hat nun Stiftung Warentest erprobt.

So schnitten Luftreiniger bei Stiftung Warentest ab

Insgesamt sieben Luftreiniger hat Stiftung Warentest auf Herz und Nieren geprüft. Dabei wurde getestet, wie gut die Geräte Pollen, Zigarettenrauch* und Formaldehyd aus der Luft entfernen. Wie sich zeigt, fallen die Ergebnisse, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" (03/2020) aufgeschlüsselt werden, sehr unterschiedlich aus.

So schafft kein einziger Luftreiniger die Note "sehr gut". Zwei erreichen die Note "gut", drei sind "befriedigend" und zwei in der Gesamtnote "ausreichend". Immerhin beweisen sechs von sieben Geräten, dass sie Blütenpollen im Raum Herr werden: Aus einem 16 Quadratmeter großen Raum entfernen sie innerhalb von zehn Minuten mindestens 90 Prozent davon.

Bei Zigarettenrauch wird es schon etwas schwieriger, vor allem auf lange Sicht. Nach 100 Zigaretten nahmen gealterte Filter bei manchen Geräten nur noch ein Viertel oder ein Fünftel des Rauches auf. Nur der Philips AC2889/10 hielt einigermaßen durch. Er belegt mit einer Note von 2,4 den Spitzenplatz.

Um Formaldehyd aus der Luft zu filtern*, benötigen Luftreiniger einer Aktivkohlefilter, den alle sieben Geräte auch vorzuweisen hatten. Allerdings filterten zwei von ihnen - der Beurer LR 500 und der De Longhi AC230 - fast nichts. Selbst die Besten im Test hatten nach 20 Minuten kaum etwas von dem Gas absorbiert. Hier gilt also noch Nachholbedarf für die Hersteller.

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Luftreiniger: Worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten

Für Ersatzfilter verlangen die Hersteller der getesteten Geräte zwischen 39 und 140 Euro. Diese können dann zwischen sechs Monaten und drei Jahren herhalten - auf Dauer kann das also zum teuren Spaß werden. Zudem sollten sich Verbraucher nicht auf Quadratmeterangaben der Hersteller verlassen. Ein besserer Richtwert seien laut Stiftung Warentest Angaben zum Raumvolumen.

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