Individuell geplant oder Fertighaus?

Diese Wege führen zum Traumhaus

München - Individuell vom Architekten oder ein fixes Fertighaus: Bei der Planung des Traumhauses gibt es viele Alternativen. Erfahren Sie hier mehr über Ihre Möglichkeiten.

„Ob, wie und besonders mit wem sich ein Bauvorhaben am besten realisieren lässt, darüber entscheiden vor allem die persönlichen Vorstellungen“, erklären die Experten der Landesbausparkassen (LBS) und geben Tipps, was Bauherren bei ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Grundsätzlich gilt: Ohne eigenes Grundstück beschränkt sich die Auswahl auf einen Bauträger, denn hier gibt es das Grundstück mit Haus „im Paket“. Wer bereits ein eigenes Fleckchen Erde besitzt, kann dagegen frei entscheiden. Das eigene Heim nach individuellen Wünschen umsetzen, schnell und sicher die Bauphase abschließen und eine unkomplizierte Abwicklung – das möchten alle künftigen Hausbesitzer.

Das individuelle Architektenhaus

Auf dem eigenen Grundstück ist das Bauen mit einem Architekten der klassische Weg. Dieser entwirft das Haus und setzt die Wünsche des Bauherrn in einem festgelegten Zeit- und Kostenrahmen um. Der Architekt steht dem Hausbauer gleichzeitig als unabhängiger Berater während der gesamten Bauphase zur Seite. Individualität und Exklusivität eines Architektenhauses haben ihre Unwägbarkeiten. Die Planung ist zeitintensiv und der tatsächliche Preis des Hauses steht meist erst fest, wenn das Bauvorhaben ausgeschrieben ist und die Handwerksunternehmen die Zuschläge erhalten haben. Und selbst dann können sich die Kosten noch ändern.

Das schnelle Fertighaus

Fertighäuser entstehen aus einzelnen Elementen, die auf der Baustelle nur noch zusammengefügt werden. Auf Grund der kurzen Bauzeit kann der Einzug ins eigene Heim schnell erfolgen. Außerdem können Bauherren ihr künftiges Haus vorab meist in Musterhaussiedlungen besichtigen und Ausstattung sowie Angebote vergleichen, denn in der Regel gelten Festpreise. „What you see is what you get“ – doch nicht alles ist automatisch im Preis enthalten. „Erwerber sollten deshalb vor Vertragsschluss eine umfassende Baubeschreibung einfordern, die alle technischen Details und gewünschten Leistungsmerkmale festlegt“, empfehlen Experten. Werden Gebäude etwa „ab Bodenplatte“ angeboten, muss sich der Bauherr selbst um Einrichtung und Einmessung der Baustelle, den Bau der Bodenplatte oder des Kellers kümmern – das kann Zusatzkosten bedeuten.

Das unkomplizierte Bauträgerhaus

Besonders bequem ist es mit einem Bauträger. Der kümmert sich um alle Schnittstellen und Details während des gesamten Bauvorhabens und ist alleiniger Ansprechpartner für den Käufer. Wer sein Eigenheim vom Bauträger kauft, ist lediglich Erwerber und nicht Bauherr. „Das bedeutet weniger Arbeit, aber auch weniger Einflussmöglichkeiten in der Bauphase. Mit welchen Handwerksunternehmen gebaut wird, entscheidet allein der Bauträger und auch die Kosten sind weniger transparent“, betont Experte Peter Burk vom Institut Bauen und Wohnen aus Freiburg.

Beratung durch einen Gutachter

Ob Architekt, Fertighausanbieter oder Bauträger – Erwerber sollten grundsätzlich den Bau- und Kaufvertrag sowie die Baubeschreibung durch einen Fachanwalt oder einen Gutachter prüfen lassen. Schließlich ist der Erwerb der eigenen vier Wände meist die größte Investition im Leben. Die LBS-Experten erklären: „Fundament und Finanzierung des Eigenheims müssen solide sein. Für letzteres sorgt auch ein Bausparvertrag. Damit sichert sich der Sparer bereits bei Vertragsschluss das zinsgünstige Bauspardarlehen zu festen Konditionen.“

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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