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Saatgut aus vergangenen Jahren kann an Qualität eingebüßt haben - eine Keimprobe kann Aufschluss über die verbliebene Keimfähigkeit geben. Foto: Hendrik Schmidt

Treibt es noch? - Keimprobe für eingelagertes Saatgut

Eine Keimprobe kann hilfreich sein, um die Qualität von Saatgut zu überprüfen. Besonders gegen Ende der Gartensaison kann so alter Bestand getestet werden. Neben einem Teller, Küchenpapier und Frischhaltefolie ist lediglich etwas Geduld gefragt.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Wer zum Ende der Gartensaison Samen eingelagert oder gar noch Bestand aus vergangenen Jahren hat, kann nicht sicher sein, damit 2016 auch seine Beet bestücken zu können. Eine Keimprobe einige Wochen vor dem eigentlichen Aussaatdatum bringt Aufschluss.

Doch wie funktioniert eine Keimprobe? Das verrät die Bayerische Gartenakademie:

1. Rund zehn Samen einer Art und Sorte auf einen flachen Teller mit feuchtem Küchenpapier geben.

2. Frischhaltefolie darüberspannen, um die Feuchtigkeit zu halten. Auch etwas Luft sollte eingeschlossen werden.

3. Der Teller kommt für zwei bis drei Wochen an einen warmen Platz bei Temperaturen von rund 22 Grad. Nur Kopf- und Pflücksalate sollten es unter 16 Grad kühl haben.

4. Das Küchenpapier darf währenddessen nicht austrocknen, eventuell also nachfeuchten.

5. Nach den zwei bis drei Wochen wird gezählt: Sind über 65 Prozent der Samen aufgekeimt, lohnt sich das Aussäen des Restbestandes. Bei einer Keimrate von 50 Prozent sollte man dichter und mehr Samen säen. Haben weniger als die Hälfte der Samen bei der Keimprobe reagiert, ist der Bestand wertlos.

Grundsätzlich gilt laut den Experten. Die Samen von Dill, Schnittlauch und Petersilie halten sich ein bis zwei Jahre, die von Pastinaken kauft man besser jedes Jahr ein. Feldsalat und Möhren halten sich etwas länger, Kohl, Radieschen, Rettich, Spinat, Roten Rüben, Gurken und Kürbis sogar vier bis fünf Jahr. Und Tomatensamen halten sich teils mehr als fünf Jahre.

Infos der Gartenakademie

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