Große Liegelandschaften strahlen Gemütlichkeit aus. Ein Beispiel ist die cube lounge von ipdesign. Foto: ipdesign
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Große Liegelandschaften strahlen Gemütlichkeit aus. Ein Beispiel ist die cube lounge von ipdesign. Foto: ipdesign
Sofakissen werden Expertenprognosen künftig farbige Hingucker mit kantigen Mustern sein. Hier eine Kollektion von Soleil Bleu, die auf der IMM Cologne in Köln gezeigt wird. Foto: Soleil Bleu
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Sofakissen werden Expertenprognosen künftig farbige Hingucker mit kantigen Mustern sein. Hier eine Kollektion von Soleil Bleu, die auf der IMM Cologne in Köln gezeigt wird. Foto: Soleil Bleu
Gemütlichkeit strahlen sogar vermeintliche Kleinigkeiten aus - wie abgerundete Polster. Ein neues Beispiel von der IMM Cologne ist die Möbelserie Marlon von Axel Veit. Foto: Axel Veit
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Gemütlichkeit strahlen sogar vermeintliche Kleinigkeiten aus - wie abgerundete Polster. Ein neues Beispiel von der IMM Cologne ist die Möbelserie Marlon von Axel Veit. Foto: Axel Veit
Eine Überwurfdecke, viele Kissen: Für Gemütlichkeit steht der Sessel Solid Wave von Sophisticated Living. Das sehen auch die Touristen vor dem Brauhaus Früh am Kölner Dom so. Foto: Koelnmesse GmbH
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Eine Überwurfdecke, viele Kissen: Für Gemütlichkeit steht der Sessel Solid Wave von Sophisticated Living. Das sehen auch die Touristen vor dem Brauhaus Früh am Kölner Dom so. Foto: Koelnmesse GmbH
Gemütlich müssen die Sofas sein: Die niedrigen Kopfteile des Sofas finn von W. Schillig lassen sich nach oben klappen und erhöhen dadurch den Sitzkomfort. Foto: Koelnmesse GmbH
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Gemütlich müssen die Sofas sein: Die niedrigen Kopfteile des Sofas finn von W. Schillig lassen sich nach oben klappen und erhöhen dadurch den Sitzkomfort. Foto: Koelnmesse GmbH
Formen, die an die Natur erinnern, liegen im Trend: Wie die muschelartige Sitzschale des Sessels Shell Chair von Marco Sousa Santos. Er wird auf der IMM Cologne präsentiert. Foto: Marco Sousa Santos
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Formen, die an die Natur erinnern, liegen im Trend: Wie die muschelartige Sitzschale des Sessels Shell Chair von Marco Sousa Santos. Er wird auf der IMM Cologne präsentiert. Foto: Marco Sousa Santos
Küchen im Landhausstil werden auf der Möbelmesse IMM Cologne in Köln zu sehen sein - hier ein Beispiel von Schüller. Foto: Schaller
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Küchen im Landhausstil werden auf der Möbelmesse IMM Cologne in Köln zu sehen sein - hier ein Beispiel von Schüller. Foto: Schaller

Möbelmesse IMM: Schriller Trendbote Sofakissen

Köln (dpa/tmn) - Auf der Messe IMM Cologne in Köln zeigt die Möbelbranche, wie wir 2015 wohnen sollen. Aber es ist nicht der große Esstisch oder das Sofa, die in diesem Jahr die Trends setzen. Es ist das kleine Kissen auf der Couch.

Im Januar beginnt die Messesaison der Einrichtungsbranche. Hersteller zeigen in Köln auf einer der wichtigsten Leitmessen, der Internationalen Möbelmesse  IMM Cologne (Publikumstage: 23. bis 25. Januar), ihre neuesten Ideen für Möbel, Küchengeräte, aber auch Teppichböden, Vorhänge und Tapeten. Und damit ihre Vorstellung davon, wie Deutschland wohnen will - oder soll.

Gemütlichkeit ist das zentrale Schlagwort, prognostizieren die Experten. Das Idealbild sei für viele ein englisches Cottage mit viel Grün drumherum, berichtet Markus Majerus, Sprecher des Veranstalters Koelnmesse. Aber das mit dem gemütlichen Wohnen ist nicht ganz neu.

Man könnte nach dem Comeback der Gemütlichkeit im vergangenen Jahr nun schon von der Gemütlichkeit 2.1 sprechen. Man kann auch sagen, hierbei handelt es sich nicht um einen Trend, der nach einer Saison wieder weg ist, sondern um einen Megatrend, wie das Messesprecher Majerus ausdrückt. Und um etwas, was uns noch eine Weile erhalten bleiben wird.

Wenn Einrichtungsexperten wie Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie von Gemütlichkeit sprechen, meinen sie ein Lebensgefühl. Der Mensch wolle zu Hause durchatmen können, sich zurückziehen von Stress und Hektik des Alltags, von einer Außenwelt, die durch die Kommunikation im Internet sich immer schneller zu drehen scheint, erklärt Geismann. "Man sagt sich: Ich will eine Welt, die anders ist als die da draußen." Entschleunigung zu Hause ist das Zauberwort.

Und das schafft sich der Mensch, indem er sich nicht einfach nur so einrichtet, wie er es gerne mag. Sondern er legt betont Wert auf Details bei Möbelformen und -eigenschaften, die nicht für Härte, schweren Alltag und Hektik stehen. Farben und Stoffe verstärken das Gemütlichkeitsgefühl.

Wie das aussieht? Statt Möbel mit eckigen Kanten sind nun eher runde Formen gefragt. Kuschelige, warme Stoffe wie Strick sind wichtig, Holz auch. Selbst Fliesen sehen so aus wie warme Holzböden. Und ganz wichtig sind dicke, große, weiche Sofas und darauf möglichst viele, viele Kissen, berichtet Geismann. "Die Polster werden weicher. Das passt zur Gemütlichkeit: Ich will weich sitzen, will lümmeln."

Küchen im Countrystil werden einige Hersteller vorstellen, weiß Majerus. Gefragt seien hier authentische, natürliche Materialien wie eben das gemütliche Holz, aber gerne in Verbindung mit Metall und Stein. "Ich finde spannend, dass man viele Formen sieht, die an die Natur erinnern." Er nennt als Beispiel die Muschelform.

Bereits im vergangenen Jahr war von all dem auf der IMM die Rede, natürliche Materialien sind bereits seit Jahren mehr und mehr im Kommen. Aber Geismann erklärt: Es dauert, bis sich erste Neuheiten zum großen Trend entwickeln. Beim Verbraucher komme diese Gemütlichkeitswelle jetzt erst richtig an - und so werden auf der Messe nun besonders viele Beispiele zu sehen sein.

Aber wenn sich auf Messen Trends etablieren, kündigen sich immer schon die nächsten an. Erste Anzeichen dafür zeigen sich zum Beispiel auf den gemütlichen Sofakissen, erklärt Farbenexperte Prof. Axel Venn aus Berlin. Die neuen Stoffmuster sehen gar nicht gemütlich aus. Statt runder Formen gibt es scharfkantige Dreiecke oder Vielecke. "Bald ist es vorbei mit der biederen Gemütlichkeit", schließt Venn daraus.

So bleibe zwar die kuschelige, gemütliche Einrichtung, aber ihre Farben und Muster zeigten an, man soll darin nicht einschlafen. Es soll sich auch was bewegen. "Wir wollen nicht nur vor der Glotze sitzen, nett was knabbern und Rotwein schlürfen", erklärt der emeritierte Professor für Farbgestaltung und Trendscouting an der Hochschule für Kunst in Hildesheim. "Wir sind heute wieder mehr auf Spannung aus, auf Diskussionen." Und daraus ergibt sich: "Wir beginnen derzeit, uns von der puristischen Einfachheit loszusagen."

Das zeigen auch die Farben der neuen Wohnwelten an: Sie sind kräftig und klar. Es werde kein Braun, Beige oder Grau mehr beigemischt, um sie sanfter zu machen. Im Trend werden ein reines Weiß sein, das Gelb-Grün einer Zitrone, Orange, Aquamarin, Giftgrün, Veilchenblau und Preußisch-Blau sowie kräftiges Pink.

Service:

Für die Öffentlichkeit ist die IMM vom 23. bis 25. Januar, jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr beziehungsweise am Sonntag von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Vom 19. bis 22. Januar haben nur Fachbesucher Zutritt.

IMM Cologne

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