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Wer seinen Apfelbaum vermehren möchte, braucht nur einen Trieb abzuschneiden. Dieser wird dann mit einem Stück einer anderen Pflanze der gleichen Gattung verbunden. Foto: Jens Büttner

Tricks zum Veredeln eines Apfelbaum-Ablegers

Ein Apfelbaum lässt sich gut im Winter vermehren. Das gelingt mit der sogenannten Veredelung - ein Trieb vom Baum wird mit einem Trieb einer anderen Pflanze der gleichen Gattung verbunden.

Veitshöchheim (dpa/tmn) - Der schöne Apfelbaum im Garten wird langsam altersschwach? Hobbygärtner müssen keinen neuen kaufen, sondern können auch einen Ableger züchten - allerdings muss man diesen veredeln. Aber das schaffen sogar Anfänger.

Die Veredelung lässt sich gut im Winter umsetzen, wenn die Bäume ihre sogenannte Saftruhe halten, erklärt die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.

Veredelung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung. Dabei wird ein Trieb eines Gehölzes mit einer anderen Pflanze der gleichen Gattung verbunden. Die neue Pflanze verbindet Eigenschaften beider Einzelstücke. Veredelt werden etwa auch Rosen. So geht es am Apfelbaum:

1. Die sogenannte Unterlage ist der Pflanzenteil, mit dem der Trieb aus dem Garten verwachsen soll. Diese Unterlage bekommt man etwa in Obstbaumschulen. Soll der Baum später nicht zu groß werden, kann man etwa auf die Apfelunterlage M9 zurückgreifen, raten die Gartenexperten der Fachzeitschrift "Mein schöner Garten" (Ausgabe Januar 2016). Sie wächst nur schwach. Die Unterlage sollte die gleiche Dicke haben wie das Stück, das man von seinem eigenen Baum abschneidet. Die beiden Teile müssen später passgenau aufeinander sitzen können.

2. Die Wurzeln der Unterlage um etwa die Hälfte und das Stück selbst auf 15 bis 20 Zentimeter Länge einkürzen.

3. Einen einjährigen Trieb aus der Krone des eigenen Apfelbaum auswählen und abschneiden. Man spricht hierbei von einem Edelreiser. Dieser sollte drei bis fünf Knospen haben, die im Winter bereits angelegt sind. Das Stück wird ebenfalls auf etwa 15 Zentimeter Länge eingekürzt.

4. Nun wird je ein Ende der beiden Stücke über eine Länge von vier bis fünf Zentimeter schräg angeschnitten - möglichst in einem Zug und so, dass die Teile später perfekt aufeinanderliegen. Am Edelreis wird dieser sogenannte Kopulationsschnitt am unteren Ende, an der Unterlage am oberen Ende gemacht. Das Messer muss dafür sauber und scharf sein. Die Schnittflächen dann nicht berühren! Üben kann man den Schnitt gut an Weidenruten. Ein Extratipp der Experten von "Mein schöner Garten": Befindet sich auf den Rückseiten der Schnittflächen jeweils eine Knospe, wachsen die Triebe besser zusammen.

5. Nun die frischen Schnittflächen aufeinanderlegen und mit einem Veredelungsband umwickeln. Man erkennt in der Schnittfläche hellgrüne Wachstumsschichten zwischen Holz und Rinde. Es ist wichtig, dass diese aufeinanderliegen, damit die Teile zusammenwachsen können. Wer zum Zusammenbinden kein spezielles Band aus wasserundurchlässiger Kunststofffolie verwendet, sondern Bast- oder Gummibänder, muss noch Baumwachs außen über die Verbundstelle streichen.

6. Ist der Boden gefroren, kommt der junge Baum erst mal in eine Kiste mit Erde, sonst direkt in den Gartenboden. Ein luftdurchlässiges Vlies schützt ihn vor Frost und die Veredelungsstelle vor dem Austrocknen bei Sonnenschein.

7. Wer kein Veredelungsband aus Kunststoff, das sich selbst auflöst, genommen hat, muss den Bast oder das Gummi nach vier bis sechs Wochen aufschneiden. Bei Trockenheit regelmäßig den jungen Baum gießen. Im Frühjahr müsste sich ein Trieb am Edelreis bilden.

Weitere Infos der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

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