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Unkrautvernichtungsmittel kommt auch bei manchem Hobbygärtner zum Einsatz. Wer sich davon trennen möchte, bringt es am besten zum Wertstoffhof. Foto: Patrick Pleul

Umstrittene Chemikalie: Glyphosat richtig entsorgen

Glyphosat bleibt umstritten - und die Diskussion um mögliche Gesundheitsgefahren durch den Unkrautvernichter dürfte viele verunsichern. Was müssen Hobbygärtner jetzt beachten, die das Mittel noch zu Hause im Schrank haben?

Berlin (dpa/tmn) - Glyphosat kommt nicht nur in der Landwirtschaft zum Einsatz - auch Hobbygärtner greifen mitunter zu dem Unkrautvernichtungsmittel. Viele dürfte es aber verunsichern, dass das Mittel im Verdacht steht, Krebs zu erregen.

Hobbygärtner, die Produkte mit Glyphosat nicht länger einsetzen wollen, dürfen sie jedoch nicht einfach in den Ausguss kippen. Denn sonst gelangen sie in die Kanalisation, erklärt der Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Das Wegkippen sei deshalb verboten. Stattdessen kann man Reste zu lokalen Sammelstellen für Schadstoffe abgeben. Sie nehmen Pflanzengifte gegen eine Gebühr an. Meist befinden sich solche Sammelstellen bei den Wertstoffhöfen.

Und die Alternative zum Unkrautvernichter? Generell gebe es nur wenige Pflanzen, die im Garten tatsächlich Probleme bereiten, gibt Julian Heiermann vom Nabu zu bedenken. Als Beispiele zählt er die Brombeere, den Giersch oder die Goldrute auf. Denn sie seien sehr ausbreitungsfreudig, verdrängen mitunter andere Pflanzen.

Wenn man solche Pflanzen loswerden möchte, rät Heiermann dazu, sie frühzeitig von Hand zu entfernen - und zwar am besten, bevor sie zur Samenreife kommen. Bei der Brombeere müsse man darauf achten, auch ihr Wurzelwerk zu entsorgen. In die offenen Plätze sät man dann Pflanzen, die man tatsächlich habe möchte. "Dann nehme ich unerwünschten Pflanzen den Raum."

Wichtig ist nur: Wer die Samenstände einfach mit in den Kompost gibt und diesen dann zum Düngen verwendet, lässt die unerwünschte Pflanze so wieder in den Garten einziehen. Deshalb die Samenstände - falls bereits vorhanden - vom Rest der Pflanze abtrennen und in die Grüne Tonne geben.

Eher eine Notfalllösung ist es, offenen Platz im Beet mit Rindenmulch zu bedecken. "Das verhindert die Lichtkeimung", erklärt Heiermann. Aber: Man muss ihn jedes Jahr erneuern. Außerdem verändert er die Nährstoffzusammensetzung im Boden.

Oftmals ziehen Pflanzen schon mit der Erde in den Garten ein, denn die Blumenerde enthält häufig Samen. "Man kauft sich das meistens ein." Eine Alternative - wenn auch eine teurere - ist thermisch behandelte Erde: Sie sei frei von Samen, sagt Heiermann.

Wer die Wege im Garten oder die Einfahrt frei von Pflanzen halten möchte, kann das auch ohne Chemie tun: Für diesen Zweck gibt es Hacken, Drahtbürsten und spezielle Abflammgeräte.

Nabu zu Glyphosat

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