München ist mal wieder Spitzenreiter, was Preise beim Wohnungskauf angeht.
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München ist mal wieder Spitzenreiter, was Preise beim Wohnungskauf angeht.

Kaufpreis-Analyse

Unfassbar: Für ein Zimmer in München bekommen Sie sechs in Dortmund

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Wie viel Sie für Ihr Geld bekommen, entscheidet der Standort Ihrer Immobilie. Eine Kaufpreis-Analyse offenbart, wie hoch die Differenz wirklich ausfällt.

Viele Deutsche träumen davon, sich irgendwann eine eigene Wohnung leisten zu können. Nicht nur in Miete, sondern tatsächlich auch als Eigentum. Ob und wie viel Sie allerdings für Ihr Geld bekommen, entscheidet ganz klar die Lage. Das Immobilienportal Immowelt hat in einer Markt-Analyse die Kaufpreise von Wohnungen in 14 deutschen Städten untersucht.

Kaufpreis-Analyse: So viele Zimmer bekommen Sie für Ihr Budget in deutschen Städten

Für die Analyse hat das Portal ein Budget von 100.000, 200.000 und 500.000 Euro vorausgesetzt und verglichen, wie viele Zimmer dafür in welchen Städten im Median herausspringen.

Bei einem Budget von 100.000 Euro bekommen Käufer im Ruhrgebiet noch am ehesten etwas für ihr Geld. In Dortmund und Essen sind für diesen Preis sogar noch 3-Zimmer-Wohnungen bis zu 80 Quadratmeter drin, während in allen anderen geprüften Städten das Budget nicht mehr ausreichen würde.

Spitzenreiter ist München: Während Käufer für eine 1-Zimmer-Wohnung in Dortmund nur 32.000 Euro im Median benötigen, sind es in der bayerischen Landeshauptstadt satte 215.000 Euro. Das heißt, für sechs Wohnungen in Dortmund gibt es eine in München. Für diese Summe könnten sich Wohnungssuchende in Köln zudem eine 3-Zimmer-Wohnung gönnen. München ist obendrein die einzige Stadt im Ranking, bei der 500.000 Euro nicht für eine 4-Zimmer-Wohnung ausreichen würden.

Allerdings ist zu erwähnen, dass die Ausstattung und der Sanierungsstand der angebotenen Wohnungen in der bayerischen Landeshauptstadt besser sind als im Ruhrgebiet.

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Die Kaufpreise (Median) der 14 untersuchten Städte im Überblick

Stadt 1 Zimmer (bis 40 m²)2 Zimmer (bis 60 m²)3 Zimmer (bis 80 m²)4 Zimmer (bis 100 m²)
Berlin 125.000 € 184.000 €249.000 €369.000 €
Bremen69.000 €100.000 €133.000 €165.000 €
Dortmund32.000 €63.000 €97.000 €148.000 €
Dresden58.000 €94.000 €150.000 €219.000 €
Düsseldorf88.000 €150.000 €193.000 €300.000 €
Essen36.000 €60.000 €90.000 €139.000 €
Frankfurt150.000 €200.000 €295.000 €355.000 €
Hamburg122.000 €215.000 €275.000 €369.000 €
Hannover66.000 € 105.000 €165.000 €218.000 €
Köln105.000 €169.000 €209.000 €259.000 €
Leipzig52.000 €80.000 €125.000 €197.000 €
München215.000 €369.000 €484.000 €650.000 €
Nürnberg 89.000 €148.000 € 210.000 €299.000 €
Stuttgart125.000 €210.000 €285.000 €369.000 €

Quelle: Immowelt.de

Video: Immobilien - besser kaufen oder mieten?

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Zuzug: Diese Regionen werden bis 2030 boomen

Platz 10: Der Landkreis Karlsruhe soll laut dem HWWI bis 2030 von 18.033 Einwohner auf 436.000 Einwohner wachsen - ein enormer Anstieg. Grund dafür solle die günstige Lage in der Nähe von Metropolen wie Frankfurt und Stuttgart sein, außerdem der Verkehrsanschluss zur A5 in Richtung Südwesten und den guten ICE-Verbindungen.
Platz 9: Dank seiner Nähe zu München und den erschwinglicheren Mieten im Vergleich zu der bayerischen Landeshauptstadt, soll auch der Landkreis Rosenheim in Zukunft großen Bevölkerungszuwachs bekommen. Rund 19.300 Menschen werden dann ins Alpenvorland ziehen - insgesamt macht das rund 256.000 Einwohner bis 2030.
Platz 8: Im Rhein-Neckar-Kreis erwartet man den höchsten Anstieg von Häuserpreisen bundesweit - denn angeblich werden 20.600 neue Einwohner in die Gegend um Heidelberg strömen. Damit erhöht sich die Einwohnerzahl auf 542.000 Menschen.
Platz 7: Trotz führender Positionen in Sachen höchste Miet- und Häuserpreise - die Menschen zieht es nach Fürstenfeldbruck. Wieder einmal spielt die Nähe zur Metropole München eine Rolle. Deshalb wird ein Bevölkerungsanstieg von bis zu zehn Prozent erwartet. In Zahlen sind das 20.920 neue Einwohner, die zusammen mit der jetzigen Bevölkerung 214.000 Menschen ergeben.
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