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Alpenchalet Bergkristall in Hippach/Tirol

Neue Marktanalyse 

Ungebrochene Nachfrage nach Ferienimmobilien

Bruttorenidte in Deutschland bei 7,9 Prozent.

Das Interesse privater Anleger an Ferienimmobilien ist ungebrochen. Jedes dritte Objekt wurde innerhalb der letzten vier Jahre erworben und jeder vierte Eigentümer plant den Kauf eines weiteren Feriendomizils. Rentabilitätsaspekte und das Kaufmotiv Altersvorsorge beeinflussen die Investitionsentscheidung weiterhin deutlich, insbesondere am Investitionshotspot Nummer Eins: Deutschland. Räumliche Nähe, Rechtssicherheit und attraktive Renditeaussichten locken die Anleger vermehrt in heimische Standorte. Die Marktstudie zu privaten Ferienimmobilien von FeWo-direkt und Engel & Völkers nimmt zum achten Mal den privaten Ferienimmobilienmarkt unter die Lupe. 

Jede 2. Ferienimmobilie mit Wertsteigerung 

Während der Großteil der Eigentümer ein einziges Feriendomizil besitzt (65 Prozent), nennt nahezu jeder Siebte mehr als drei Objekte (15,6 Prozent) sein Eigen. Ost- und Nordsee sind nicht nur die mit Abstand beliebtesten Reiseziele deutscher Ferienhausurlauber, sie liegen auch in der Gunst der Immobilienerwerber weit vorn. Über die Hälfte aller Objekte (53 Prozent) befinden sich in Deutschland – rund ein Viertel an Nord- oder Ostsee. 

Auf Platz zwei folgt Spanien mit 10,3 Prozent der Ferienimmobilien, gefolgt von Österreich mit 7,2 Prozent auf Platz drei. Eine äußerst hohe Zufriedenheit der Besitzer mit ihrer Investitionsentscheidung (97,9 Prozent) lässt jeden Vierten (26 Prozent) über einen weiteren Immobilienerwerb nachdenken. 

„Fast jede zweite Ferienimmobilie ist heute in ihrem Wert gestiegen“, beobachtet Tobias Wann, Vice President Central Europe HomeAway und Deutschland-Chef von FeWo-direkt. „Das resultiert natürlich in einer extrem hohen Zufriedenheit der Anleger und öffnet den Blick für weitere Investitionen. Die aktuell niedrigen Hypothekenzinsen steuern ebenfalls zur Attraktivität der Kapitalanlage Ferienimmobilie bei.“ Auch bei den Neuinvestitionen liegt Deutschland bereits seit Jahren vorn – knapp zwei Drittel erwerben eine Ferienimmobilie im eigenen Land.

Spanien mit Beliebtheitssprung 

Im Ausland verzeichnet Spanien insbesondere in den letzten zwei Jahren einen Beliebtheitssprung: 11,2 Prozent der Neuinvestitionen entfielen 2014 und 2015 auf Spanien. Im Erwerbszeitraum 2010 und 2011 waren es nur 6,3 Prozent und damit knapp fünf Prozent weniger.

Kaufmotiv: Urlaub und Vermietung 

Wesentlicher Treiber der Kaufentscheidung ist nach wie vor die Möglichkeit, das Feriendomizil für den eigenen Urlaub als auch zur Vermietung zu nutzen. Für 60,2 Prozent der befragten Eigentümer ist dies das wichtigste Kaufmotiv, gefolgt von der Altersvorsorge (46,2 Prozent) und der gewinnbringenden Vermietung (27,2 Prozent). 

Altersvorsorge und Rendite

Gerade Ferienimmobilienbesitzer, die in den letzten fünf Jahren ihr Objekt erworben haben, tun dies aber vorranging aus Gründen der Altersvorsorge und Rentabilitätsaspekten. Im Vergleich zu früheren Erwerbsjahren vor 2010 hat das Kaufmotiv Altersvorsorge um 14 Prozentpunkte zugelegt, während die Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinn mit 33,5 Prozent auf Rang drei liegt. Jeder dritte Investor seit 2011 nutzt die neu erworbene Immobilie inzwischen als Geld- und Kapitalanlage (32,2 Prozent). Dies war früher nur für jeden fünften Käufer (19,4 Prozent) wichtig. „Die unsichere Situation an den Finanzmärkten und der Wunsch nach einer stabilen Geldanlage fördern die Investition in Immobilien. Davon profitiert insbesondere das Segment der Ferienimmobilien, die für viele Menschen neben dem werthaltigen Bestandteil der Altersvorsorge gleichzeitig eine spaßbringende Kapitalanlage sind“, sagt Kai Enders, Vorstand der Engel & Völkers AG. Bei jüngeren Investitionen am Standort Deutschland zeigt sich die Verlagerung der relevanten Kaufmotive hin zu monetären Aspekten besonders deutlich. Hier steht die Altersvorsorge für knapp zwei Drittel der Befragten an erster Stelle. Als weiterer Erwerbsgrund neben den Anlageaspekten werden verstärkt die Möglichkeit des Inflationsschutzes (28,2 Prozent) sowie Steuervorteile (23,7 Prozent) genannt.

Lage, Lage und nichts als die Lage 

Bedeutendstes Kaufkriterium ist in der Gesamtheit der Befragten nach wie vor die Lage der Ferienimmobilie (88,2 Prozent), gefolgt vom Kaufpreis (60,1 Prozent) und dem Standort (44 Prozent).

Bedeutende Mieteinnahmen 

Immer wichtiger wird aber auch das Vermietungspotenzial. Es spielt heute für Eigentümer eine deutlich größere Rolle als früher: Knapp drei Viertel der Käufer (72,8 Prozent), die ihr Objekt in den letzten fünf Jahren erworben haben, vermieteten ihre Ferienimmobilie unmittelbar nach dem Erwerb. Für mehr als jeden zweiten Käufer, der seit 2011 eine Immobilie erworben hat, zählt das Vermietungspotenzial daher zu den wichtigsten Kaufkriterien (52,5 Prozent), während es in früheren Erwerbsjahren vor 2010 nur für knapp jeden Dritten (31 Prozent) relevant war. Die gestiegene Bedeutung der Vermietbarkeit zeigt sich auch in der Verlagerung der Werte bezüglich der Ausstattung und des Zustandes des Gebäudes, die wichtige Faktoren für eine attraktive Urlaubsunterkunft darstellen. „Vermieter in spe tun gut daran, das gewünschte Objekt vor dem Kauf nach diesen qualitativen Kriterien zu überprüfen. Denn: Auch die Mieter legen immer mehr Wert auf eine hochwertige Ausstattung mit allen Annehmlichkeiten wie etwa WLAN, die sie auch von ihren eigenen vier Wänden gewohnt sind“, so Tobias Wann.

Auf die Ausstattung achten 

80,5 Prozent der Mieter setzen heute einen Internetanschluss oder gar WLAN voraus. Vermieter, die ihren Mietern weiterhin spezielle Zusatzservices anbieten, können sich mit diesem Mehrwert von der Konkurrenz abheben und noch weiter punkten: Besonders geschätzt werden beispielsweise Leih-Fahrräder, Entertainment-Anlagen sowie Brötchen- oder Wäscheservices. „Der Trend geht daher zu schlüsselfertigen Objekten, die nicht mehr saniert, sondern sofort vermietet werden können“, beobachtet Wann.

Altes Schleusenhaus in St.-Peter-Ording/Nordsee

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