+
Das einzelne Ausreißen von Unkräutern ist mühsam. Es gibt aber einige Hilfsmittel. Foto:Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Sechs Öko-Tipps im Überblick

Unkraut auf Hofeinfahrt ohne chemische Mittel vernichten

In den Ritzen von Pflastern und an den Wegesrändern macht sich Unkraut besonders häufig breit. Dort sind chemische Mittel tabu. Gut, dass es umweltschonende Alternativen gibt.

Bonn (dpa/tmn) - Mit Chemie darf Unkraut am Rande von Bürgersteigen und sonstigen Gehwegen, privaten Hofflächen und Zufahrten zum Grundstück nicht entfernt werden. Das kann sogar ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro zur Folge haben.

Der Grund: Während im Beet Wirkstoffe überwiegend an die Pflanzen gelangen und im Boden abgebaut werden, spült Regen die Mittel von Pflaster und Wegen ins Grundwasser und in Gewässer. Dadurch belasten sie die Umwelt. Der Arbeitskreis Wasser- und Pflanzenschutz in Bonn rät zu diesen Alternativen: 

- Fugenkratzer: Mit ihm lässt sich gezielt die Pflanze samt Wurzeln aus dem Boden holen. Er ist meist robuster als Messer, deren Spitze leicht abbrechen kann.

- Stahlbürsten: Sie sind die brachiale Methode, die auch Kraft kostet: Das Unkraut wird durch die Stahlborsten zerstört, zugleich reißt es die Pflanze aus dem Boden. Nicht anwenden sollte man die Bürste auf kratzempfindlichen Untergründen.

- Heißes Wasser: Es schädigt die Pflanzen, die dann mit Hilfe eines festen Besens entfernt werden. Der Vorteil: Auch Wurzelstücke, die im Boden bleiben, und verstreute Samen erleiden durch das Kochwasser Schaden, was weniger neue Unkräuter sprießen lässt.

- Hochdruckreiniger: Er hat einen ähnlichen Effekt. Doch die Geräte sind so kraftvoll, dass sie loses Fugenmaterial auf Gehwegen, Terrassen und Garageneinfahrten wegspülen können.

- Abflammgerät: Hiermit werden die Pflanzen nicht direkt verbrannt. Es wird nur auf eine recht hohe Temperatur erhitzt, was das Eiweiß gerinnen lässt und die Zellwände zerstört.

- Infrarot-Handgerät: Es arbeitet ähnlich wie Abflammgeräte und lässt das Eiweiß gerinnen und die Zellwände der Pflanzen platzen. Der Vorteil: Auch die auf dem Boden verteilten Samen der Pflanzen können nicht mehr keimen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Renovierungsschäden: Worauf es bei der Regulierung ankommt
Versehentlich eine Wasserleitung angebohrt oder ungewollt den Farbeimer umgestoßen - auch dem besten Handwerker kann einmal ein Missgeschick passieren. Doch wer muss für …
Renovierungsschäden: Worauf es bei der Regulierung ankommt
Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?
Wer ein Haus bauen oder erwerben will, benötigt zur Finanzierung in aller Regel ein Darlehen. Auf was Verbraucher bei der Berechnung ihrer Kreditfähigkeit achten sollten.
Wie viel Immobilie kann ich mir leisten?
Hausbewohner kündigen Party an - Nachbar reagiert unerwartet
Hausbewohner kündigen per Zettelaushang eine Geburtstagsfeier an, bitten um Verständnis wegen der Lautstärke. Ein Nachbar antwortet - ganz anders als erwartet.
Hausbewohner kündigen Party an - Nachbar reagiert unerwartet
Gräser lassen sich auch im Frühjahr setzen
Nicht nur zur Blütezeit im Sommer werden Gräser zum Blickfang im Garten. Spektakulär ist auch ihre Herbstfärbung. Die dritte Jahreszeit ist zudem der ideale Zeitpunkt …
Gräser lassen sich auch im Frühjahr setzen

Kommentare