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Bundesgerichtshof

Neues Urteil

BGH verbietet grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Neubauten in Berlin

In einem neuen Urteil entschied der Bundesgerichtshof über die grenzüberschreitende Wärmedämmung bei Neubauten. Der Fall betraf ein Wohnhaus in Berlin.

Wer in Berlin ein Haus baut, muss bei der Planung von vornherein die Stärke der Wärmedämmung innerhalb der eigenen Grundstücksgrenzen mit einberechnen. Eine gesetzliche Regelung, die eine grenzüberschreitende Wärmedämmung erlaubt, gilt nur für Altbauten, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Freitag in Karlsruhe verkündeten Urteil. (Az. V ZR 196/16)

Streit um Grundstücksgrenzen: Die Verputzung war zu viel

Im Ausgangsfall wurde 2005 ein Mehrfamilienhaus bis an die Grundstücksgrenze zum Nachbarn gebaut. An der Giebelwand brachte der Bauträger danach eine Wärmedämmung an, die sieben Zentimeter in das Nachbarschaftsgrundstück hineinragt. Dies hatte der Nachbar noch hingenommen. Dass diese Dämmung danach mit einer Stärke von fünf Millimetern verputzt und gestrichen werden sollte, wollte er nicht mehr dulden.

BGH: Das sagt das Berliner Nachbarrechtsgesetz

Zu Recht, wie nun der BGH entschied: Das Berliner Nachbarrechtsgesetz erlaube zwar eine nachträgliche, die Grundstücksgrenze überschreitende Wärmedämmung. Diese Regelung solle aber die energetische Sanierung von Altbauten erleichtern. Neuere Bauten seien deshalb von vornherein so zu planen, dass sich die Wärmedämmung in den Grenzen des eigenen Grundstücks befindet, entschied der BGH.

Neben grenzüberschreitenden Wärmedämmungen gibt es auch bei überhängenden Ästen des Nachbarn strenge Vorgaben.

AFP/jo/ilo

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