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Der Verkauf einer Immobilie ist für Eigentümer zurzeit sehr lukrativ. Wer Hilfe braucht, sollte ein paar Regeln beachten - oder einen Makler hinzuziehen.

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So verkaufen Sie Ihre Immobilie zum Spitzenpreis

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Dank niedriger Zinsen können Sie jetzt Ihre Immobilie besonders lukrativ verkaufen – und dabei noch viel Geld kassieren. Aber nur, wenn auch die Taktik stimmt.

Sie überlegen schon länger, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen? Dann sollten Sie es jetzt tun. Zumindest, wenn man Stiftung Warentest glaubt. Diese rät dazu, die Immobilie in nächster Zeit an den Mann zu bringen – und sie zu versilbern. Der Grund: der momentane niedrige Leitzins.

Was Sie beim Immobilienverkauf beachten müssen

Dadurch können Eigentümer beim Verkauf  mit Rekordpreisen rechnen. Allerdings sollten Interessierte die finanziellen Risiken nicht unterschätzen. Schließlich kann es passieren, dass Sie am Ende draufzahlen müssen. Zum Beispiel, wenn Sie vorzeitig aus Ihrem Kreditvertrag aussteigen. Dann können Strafzahlungen oder hohe Steuern auf Sie zukommen.

Wenn dies jedoch nicht der Fall ist, sollten Sie sich dennoch sorgfältig vorbereiten und einen genauen Verkaufsplan erstellen. Schließlich darf man nicht vergessen, dass es vom Verkauf bis zum Erhalt des Geldes einige Wochen dauern kann.

Schnelles Handeln ist also empfehlenswert - denn der Immobilienmarkt boomt gerade. Teilweise könnten Verkäufer gerade sogar zehn bis zwanzig Prozent mehr für Objekte als den tatsächlichen Wert verlangen, so Stiftung Warentest. Besonders in Groß- und Universitätsstädten wie München oder Berlin erlauben sich Eigentümer daher auch, höhere Preise zu verlangen.

Niedriger Bauzins, hohe Nachfrage: Darum ist ein Immobilienverkauf lukrativ

Doch auch in weniger attraktiven Regionen sind die Immobilienpreise stabil geblieben. Das heißt: Egal, wo die Immobilie steht, Sie haben gute Chancen, diese zu einem guten Preis verkaufen zu können. Schließlich ist die Nachfrage hoch – auch aus dem Grund, weil Immobilien als sichere Geldanlage geschätzt werden.

Dennoch sollten Sie einen Verkauf nicht zu lange hinauszögern – der niedrige Leitzins soll zwar noch weiter anhalten, aber niemand weiß genau, wie lange. Wer nämlich seine Chance verpasst und die Zinsen steigen tatsächlich wieder, dann werden sich Anleger am Ende neue Alternativen suchen, weil sie sich die Immobilienpreise nicht mehr leisten können.

Auch was die Steuern angeht, sollten Eigentümer ihre Rechte und etwaige Risiken kennen. Wer selbst zum Beispiel im Eigenheim wohnt, der kann die Immobilie steuerfrei weiter verkaufen. Doch mit einer Bedingung: Sie oder Ihre Kinder müssen das Objekt seit dem Kauf beziehungsweise im Jahr des Verkaufs sowie in den beiden Jahren davor selbst genutzt haben.

Wer zudem mindestens fünf Jahre in der eigenen Immobilie gewohnt hat, hat den Vorteil, dass er weder geprüft, noch eine Gewerbesteuer zahlen muss. Allerdings werden Kreditnehmer um eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung zurzeit nicht herumkommen.

So umgehen Sie etwaige Kosten bei frühzeitigem Kreditausstieg

Der Grund: Dadurch, dass Sie früher aus dem Darlehen aussteigen, muss schließlich die Bank, die den Kredit gewährt hat, mit Verlusten rechnen. Wer einen Kredit vor über zehn Jahren aufgenommen hat – mit einer Zinsbindungsfrist von ebenfalls mehr als zehn Jahren - der ist allerdings von der Vorfälligkeitsentschädigung befreit. Die Restschuld wird vom Verkaufserlös bezahlt.

Tipp: Am besten wäre es, wenn der Käufer das Darlehen übernimmt und weiter abbezahlt. Aber das geht nur, wenn die Bank zustimmt. Doch Vorsicht: Es kann sein, dass der Käufer im Gegenzug von Ihnen fordert, dass Sie den Verkaufspreis senken.

Schließlich ist es möglich, die Vorfälligkeitsentschädigung zu umgehen, wenn Sie eine gleichwertige Immobilie besitzen. Wenn die Bank einverstanden ist, können Sie Ihr Darlehen dann nämlich auf das andere Objekt überschreiben lassen.

Immobilien richtig verkaufen: So geht's

Wenn Sie dann alle etwaigen Formalitäten geklärt haben, ist es ratsam, dass Sie für potentielle Verkäufer alle wichtigen Unterlagen und Dokumente zusammentragen und attraktiv präsentieren. Zudem setzen Sie einen angemessenen Verkaufspreis fest.

Doch Vorsicht: Bleiben Sie besser realistisch. Trotz der niedrigen Zinsen empfiehlt es sich, den Preis nicht zu hoch anzusetzen. Ansonsten bleiben Sie auf Ihrer Immobilie monatelang sitzen.

Tipp: Wenn Sie den Marktwert Ihrer Immobilie nicht einschätzen können, sollten Sie sich informieren. Gute Anlaufstellen sind hierfür Marktberichte oder Datenbanken im Internet. Dabei ist zu beachten, dass Extras oder leerstehende Immobilien lukrativer für Käufer sind und dadurch den Verkaufspreis positiv beeinflussen können.

Zudem helfen Immobilienmakler gegen ein Honorar dabei, ein attraktives Exposé zusammenzustellen oder den Verkaufspreis zu schätzen. Diese erhalten aber dafür etwa 7,14 Prozent des Kaufpreises als Provision – teils vom Käufer, teilweise zur Hälfte von Käufer und Verkäufer.

Allerdings werden Sie, falls Sie ein Haus oder eine Wohnung in oder nahe einer Großstadt zum Verkauf anbieten wollen, wohl kaum einen Immobilienmakler benötigen. Die Nachfrage wird groß genug sein.

Mit "Home Staging" Häuser besser verkaufen

Von Jasmin Pospiech

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