Zugunglück an Bahnübergang in Penzberg: Eine tote Person

Zugunglück an Bahnübergang in Penzberg: Eine tote Person
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Ein Hausbesitzer auf der nordfrisischen Hallig Langeneß versucht sein Haus vor Unwetterschäden mit Sandsäcken zu schützen.

Wann übernimmt die Versicherung was?

Versicherung: Unwetterschäden dokumentieren

Mainz/Hamburg - Seit heute Vormittag tobt Orkantief "Xaver" in Norddeutschland und hinterlässt dabei eine Spur der Verwüstung. Was Betroffene beachten sollten, damit die Versicherung auch zahlt.

Wenn die Winde des Orkantiefs „Xaver“ schwächer werden, heißt es Ruhe bewahren. Schäden wie ein kaputter Zaun und zerbrochene Blumentöpfe dürfen Betroffene nicht gleich aufräumen. Denn die Versicherung braucht Fotos und Protokolle der zerstörten Gegenstände. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Beschädigte Gegenstände sollten zum Nachweis des Schadens am besten aufbewahrt werden. Ist das nicht möglich, werden sie fotografiert oder gefilmt. Unter Umständen ist es sogar ratsam, Zeugenaussagen festzuhalten.

Sofort reagieren müssen die Bewohner aber, wenn es zum Beispiel durch das abgedeckten Dach hineinregnet. Denn sie sind dafür verantwortlich, dass die Schäden nicht noch größer werden, wie der Verband Privater Bauherren (VPB) erläutert. Beschädigt eindringendes Wasser den Innenausbau und die Dämmung, können die Reparatur aufwendiger und die Kosten höher werden. Die Versicherungen sprechen in diesem Fall von der Schadenminderungspflicht.

Windstärke entscheidend bei Absicherung

Sturmschäden sind über die Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgesichert, wenn nachweislich ein Sturm die Ursache war. Ein Sturm hat dabei mindestens Windstärke acht. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) soll „Xaver“ ortsweise mit Böen der Stärke zehn bis zwölf übers Land ziehen. Die Gebäudeversicherung zahlt Schäden am Haus wie abgedeckte Dächer. Sie kommt auch für Folgeschäden auf, wenn zum Beispiel durch das vom Sturm beschädigte Dach Regen eindringt und Wände oder Fußböden - beispielsweise das Parkett - beschädigt werden.

Eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung bezahlt Schäden durch Grundwasser, Hochwasser oder Regen nicht. Daher sind die vollgelaufenen Keller laut dem Bund der Versicherten (BdV) in der Regel nicht versichert. Nur wenn der Kunde auch sogenannte Elementarschäden abgesichert hat, besteht Versicherungsschutz.

Versicherungs-Hotline für Betroffene

Sturm- und Hagelschäden am Auto sind mitversichert, wenn mindestens eine Teilkaskoversicherung besteht. Haben Autobesitzer nur eine Haftpflichtversicherung, gehen sie leer aus. Auswirkungen auf den Schadensfreiheitsrabatt hat ein solcher Schaden nicht.

Da Orkantief "Xaver" weite Teile Norddeutschlands noch in Atem hält, bietet der Versicherungsverband GDV eine kostenlose Hotline für Betroffene an. Experten des Verbandes beantworten unter der Nummer 0800/33 99 399 alle Fragen zum Thema Versicherungsschutz - etwa bei Schäden am Haus oder Auto.

So tobt der Orkan "Xaver" in Deutschland

Orkan "Xaver": Die Bilder von Donnerstag

dpa

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