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Beim Ackermannbogen sollen die Mieten bereits Schritt für Schritt steigen.

So wie am Ackermannbogen

Von der Stadt geförderte Wohnungen: Die Angst vor der Mieterhöhung

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Mieterhöhung bei bezuschussten Wohnungen: Für die Mieter von sogenannten EOF-Wohnungen könnte das bald Realität werden. Und es gibt ein großes Problem.

München - Nein, es ist kein Randproblem, kein Einzelfall. In der vergangenen Woche berichtete die tz über geplante Mieterhöhungen bei GBW-Wohnungen am Ackermannbogen (Schwabing). Diese Appartments sind nach dem EOF-Modell von der Stadt bezuschusst („einkommensorientierte Förderung“). Eine tz-Nachfrage bei der Stadt hat nun ergeben: In München existieren 9300 EOF-geförderte Wohnungen! In der Stellungnahme der Behörden heißt es: „Die Hälfte dieser Wohnungen, also 4600, gehören den städtischen Wohnungsbaugesellschaften. Der Rest entfällt auf verschiedene größere und kleinere private Wohnbauträger, in den letzten Jahren aber auch auf Genossenschaften, die in ihren Vorhaben auch EOF-Wohnungen errichten.“ Und zumindest bei einem Teil davon sind Mieterhöhungen möglich...

So wie am Ackermannbogen. Dort geht es um 104 Wohnungen. Das Bauland dafür hatte die GBW weit unter Marktpreis von der Stadt bekommen. Die Vermieterin, die GBW, betonte, dass die Mieten bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete angehoben werden dürfen – und das eben trotz EOF-Förderung. Miet­erhöhungen seien ein „selbstverständlicher und notwendiger Teil unseres Wirtschaftens“.

Bei EOF-Wohnungen müssen Mieter alleine die Erhöhung stemmen

Das Problem: Bei EOF-Wohnungen müssen Mieter die Erhöhung allein stemmen. Sie bekommen zwar einen Zuschuss von der Stadt – der steigt aber nicht, wenn die Miete erhöht wird. Und: Viele Geringverdiener sind jetzt schon an ihrem finanziellen Limit. Einige der Mieter vom Ackermannbogen werden sich über kurz oder lang ihre Wohnung nicht mehr leisten können. Die Stadt hingegen geht davon aus, dass die Einkommen der Mieter ebenso steigen wie die Mieten.

Bewohnerin Sandra Hanke kann das nicht fassen. „Wir sind hier Erzieher, Verkäufer, Taxifahrer, Altenpfleger. Wir verdienen wenig, aber wir sorgen dafür, dass München funktioniert“, sagt sie. Gemeinsam mit 50 anderen Mietern will sie sich gegen die Erhöhungen wehren. „Da wurden Fehler gemacht – und nun wird versucht, den Skandal kleinzuhalten.“

Mietervereins-Geschäftsführer Volker Rastätter hält die Miet­erhöhungen für ein Unding. EOF sei eine „Raketenförderung“ – es geht günstig los, steigt dann aber mit irrer Beschleunigung.

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