+
Ob eine Luft-, Wasser- oder Erdwärme-Pumpe zum Haus passt, sollte vorher genau geprüft werden.

Für Umweltbewusste Hausbesitzer

Wann eine Luft-Wärmepumpe sinnvoll ist

Wärmepumpen entziehen ihrer Umgebung Wärme, etwa dem Grundwasser im Boden oder der Luft. Diese Wärme verwandeln sie in Heizenergie. Die Luft-Wärmepumpe passt allerdings nicht zu jedem Haus.

Berlin - Umweltbewusste Hausbesitzer können auf Wärmepumpen setzen. Aber auch der wirtschaftliche Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Genau deshalb sollte das passende System zum Haus gefunden werden.

Wärmepumpen nutzen die Wärme aus der Umwelt. Allerdings ist der Wärmegehalt der Luft rund 3500 Mal kleiner als der des Wassers, erklärt Jörg Nowitzki, Energieberater beim Bauherren-Schutzbund. Außerdem wird ausgerechnet dann besonders viel Wärme zum Heizen gebraucht, wenn die Luft besonders kalt ist: im Winter. Das bedeutet, dann ist auch die Heizleistung am niedrigsten. Daher macht eine Luft-Wärmepumpe am ehesten Sinn in Passivhäusern und anderen sehr gut gedämmten Gebäuden, die mit einer niedrigen Vorlauftemperatur beheizt werden können, sagt der Bauberater.

Es gibt noch ein Problem mit Luft-Wärmepumpen im Winter: Bei Temperaturen um oder unter null Grad bildet sich Eis am Verdampfer-Wärmeaustauscher. Dieses muss regelmäßig durch Wärmezufuhr entfernt werden, ein Heizstab wird dafür in das System integriert. Die Folge sind höhere Stromkosten.

Alternativen sind Systeme im Boden, etwa mit Erdsonden, die bis zu 100 Meter tief in den Boden ragen. Denn in einer Tiefe ab rund 10 Metern ist das Grundwasser zu jeder Jahreszeit etwa zehn Grad warm. Oder es werden Flachkollektoren schlangenförmig und horizontal relativ nah an der Erdoberfläche verlegt.

Für die letztere Variante braucht es ein entsprechend großes Grundstück. Für die Erdsonden benötigt der Besitzer eine Genehmigung für die Tiefenbohrung und die Nutzung des Grundwassers. Diese werden laut dem Experten nicht ohne weiteres an jedem Standort gewährt.

Grundsätzlich funktionieren die sogenannten geothermischen Systeme wie Kühlschränke, nur in umgekehrter Richtung: Eine Kühlflüssigkeit wird durch Wärmekollektoren oder Sonden im Erdreich gepumpt. Über die Rohrwände nimmt sie Wärme auf und verdampft dabei. Das Gas wird von einer Wärmepumpe unter starkem Druck verdichtet und erwärmt. Die Wärme wird in einem Wärmetauscher auf das Wasser des Heizsystems übertragen.

Download Ratgeber "Wärmepumpensysteme im Überblick" (pdf)

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Lederstiefel richtig putzen - so geht's
Im Herbst und Winter kommen wieder die Stiefel zum Einsatz. Damit diese auch die kalte Jahreszeit ohne Schäden überstehen, sollten Sie diese auch pflegen.
Lederstiefel richtig putzen - so geht's
Staub macht uns krank? Die zehn größten Mythen beim Putzen
Es nimmt einfach kein Ende: Staubwischen zählt für viele Deutsche zur nervigsten Hausarbeit. Doch Staub kann tatsächlich auch nützlich sein.
Staub macht uns krank? Die zehn größten Mythen beim Putzen
Parkettboden kann Räume optisch verlängern oder verbreitern
Der Fußbodenbelag aus Holz ist bei vielen beliebt. Richtig gelegt kann Parkett die optische Größe des Raumes verändern.
Parkettboden kann Räume optisch verlängern oder verbreitern
Blumenkasten im Herbst enger bestücken
Der Herbst bietet Gelegenheit, den Blumenkasten noch einmal neu zu gestalten. Dabei bieten Herbstblumen gleich zwei Vorteile: sie brauchen wenig Platz und Pflege.
Blumenkasten im Herbst enger bestücken

Kommentare