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Ist die Nutzung der Wohnung wegen Modernisierungsarbeiten beeinträchtigt, sind Mietminderungen möglich.

Luxussanierung & Co.

Wann Mieter die Miete mindern dürfen

München - Vermieter dürfen in mehr Komfort und Technik investieren. Oft müssen die Mieter zahlen. Lesen Sie hier, wann Mieter wegen Modernisierungen die Miete mindern dürfen.

Außerdem erfahren Sie, was für Luxussanierungen, Abrechnung und Einspruch gilt.

Unfreiwillig luxussaniert geht nicht

Luxussanierungen gegen den Willen der Mieter sind von vornherein ausgeschlossen. Der Einbau eines modernen Bades beispielsweise bringt eine Wohnwertverbesserung, wenn es in der Wohnung bisher nur Toilette, Waschbecken und Dusche gab. Will der Vermieter allerdings teure Natursteinbecken und Designarmaturen einbauen lassen, ist das Luxus, den sich Mieter nicht gefallen lassen und den sie auch nicht bezahlen müssen.

Mietminderung - nicht bei Energieeinsparung

Ist die Modernisierung einmal durch, müssen sich Mieter mit ihr und den Bauarbeitern arrangieren. Wer sich doch noch querstellt, läuft Gefahr, Schadenersatz zahlen zu müssen. Mieter müssen die Handwerker in die Wohnung lassen und leichte Möbel selbst zur Seite schieben. Schwere Schrankwände sind Vermietersache. Führt die Modernisierung zu einer Energieeinsparung, dürfen Mieter drei Monate lang nicht einmal die Miete mindern, wenn sie die Wohnung wegen der Bauarbeiten nur eingeschränkt nutzen können. Erst danach haben sie das Recht, die Miete zu kürzen.

Für alle anderen Arbeiten gilt: Die Mieter dürfen ihre Zahlungen sofort verringern. Wie viel Geld sie einbehalten dürfen, hängt davon ab, wie stark die Nutzung der Wohnung beeinträchtigt ist. Die Gerichte entscheiden von Einzelfall zu Einzelfall. Aber Achtung: Bevor der Gesamtbetrag der Kürzungen eine Monatsmiete erreicht, sollten Mieter sich unbedingt gründlich beraten lassen, warnt Finanztest. Denn bei unberechtigter Minderung droht die Kündigung.

Abrechnung - so läuft's

Wenn die Bauarbeiter fertig sind, ist die Abrechnung dran. Der Vermieter darf nur dann eine erhöhte Miete kassieren, wenn er genau erklärt, welche Modernisierungskosten entstanden sind und welcher Teil davon auf welche Wohnung entfällt. Oft ist umstritten, ob und in welchem Umfang die Modernisierung dem Vermieter Reparaturen erspart. Denn diese muss er selbst bezahlen und darf sie nicht auf den Mieter abwälzen.

Einspruch: Bitte schnell

Mieter müssen schnell reagieren, wenn der Vermieter eine Modernisierung korrekt ankündigt. Sie haben nach Ende des Monats, in dem sie das Schreiben des Vermieters erhalten, einen Monat Zeit, um ihre Einwände zu äußern. Die Frist gilt allerdings nur, wenn der Vermieter korrekt auf sie hingewiesen hat. Sonst dürfen Mieter ihre Argumente auch später noch bringen. Wer sich wehren will, sollte sich sofort vom Mieterverein oder einem auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten lassen. Fehler im Einspruch gegen eine Modernisierung sind nach Ablauf der Frist nicht mehr gutzumachen.

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