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Bei der Floribunda-Rose Fredensborg sagt schon der Name, dass sie üppig blüht. Foto: Caroline Seidel

Was die lateinischen Namen über Pflanzen verraten

Im ersten Moment wirken sie fremd, vielleicht schwer verständlich: Dabei sind die lateinischen Bezeichnungen von Pflanzen oft sehr hilfreich. Denn sie geben manchmal schon Aufschluss über das Äußere.

Berlin (dpa/tmn) - Pflanzen sind häufig gleich unter mehreren Namen bekannt. Klarheit bringt dann, sich an den lateinischen Namen zu halten. Dieser gilt außerdem international. Darauf weist der Bund deutscher Baumschulen hin.

Die lateinischen Namen sind aber nicht nur dafür gut: Von ihnen lassen sich häufig schon Rückschlüsse auf die Pflanze ziehen.

Die Herkunft: Manche Pflanzen tragen ihre Ursprungsregion in der lateinischen Bezeichnung. Japonicus etwa lässt auf Japan schließen, canadensis auf Kanada, australis auf Australien und africanus auf Afrika.

Die Forscher: In einigen Fällen haben sich die Entdecker im Pflanzennamen verewigt. Alexander von Humboldt zum Beispiel. Ihn erkennt man am humboldtius im lateinischen Pflanzennamen.

Die Blüte: Blüht die Pflanze üppig? Und wie sehen die Blüten aus? Auch darauf gibt die lateinische Bezeichnung manchmal Aufschluss. Floribundus oder floridus etwa zeigen dem Hobbygärtner an, dass ein Gehölz reich blüht. Längliche Blüten hat eine Pflanze, wenn sie die Bezeichnung longiflorus im Namen trägt. Tardiflorus bedeutet, dass sie einen späten Blütenzeitpunkt hat. Tenuifolius deutet auf schmale, capillifolius auf haarige Blätter hin. Und ligustrifolius bedeutet, dass die Blätter denen von Ligustern ähneln.

Die Farben: Auch sie finden sich in manchen lateinischen wieder. Bei dem Baum Quercus rubra spielt das zweite Wort auf die scharlachroten Blätter im Herbst an. Ein weiteres Beispiel: Salix alba. Die Weide hat sehr helle Blätter. Manchmal waren auch die Früchte ausschlaggebend für die Bezeichnung, etwa bei der Schwarzen Johannisbeere, die den lateinischen Namen Ribes nigrum trägt.

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