Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

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Es gibt je nach Bedarf sehr unterschiedliche Klebstoff-Sorten. Foto: Arno Burgi/Symbolbild

Was welcher Klebstoff kann: Holzleim bis Sekundenkleber

Auf den richtigen Kitt kommt es an: Mit Kleber kann man heutzutage fast alle Stoffe miteinander verbinden. Aber es braucht dafür den passenden Klebstoff - und der muss eine bestimmte Zeit aushärten.

Berlin (dpa/tmn) - Die Palette Klebstoffe im Baumarkt ist gut gefüllt - aus gutem Grund. Denn eine haltbare Verbindung zwischen zwei Stoffen ergibt sich nur, wenn Klebstoff und das zu verbindende Material richtig zusammenpassen.

"So gibt es beispielsweise Klebstoffe, deren Lösungsmittel vom Material aufgesogen werden müssen, um aushärten zu können", erklärt Peter Birkholz, Ratgeberautor bei der Stiftung Warentest in Berlin. "Glas oder Metalle könnte man damit nicht kleben." Eine grobe Übersicht:

Holzleim: Er enthält Wasser, das vom Holz absorbiert werden muss. "Deshalb ist er ungeeignet für nichtsaugende Klebeflächen wie Kunststoff", erklärt Birkholz. "Die Holzteile müssen mit möglichst hohem Druck so lange zusammengepresst werden, bis der Leim getrocknet ist." Er rät, zu rund 30 Minuten. Aber die Endfestigkeit wird je nach Temperatur und Holzart oft erst nach Tagen erreicht. "Auf ähnlicher Basis arbeiten Montagekleber für saugfähige Gipskartonplatten."

Alleskleber: Sie sind auch für nichtsaugende Materialien geeignet. Schon nach etwa 10 Minuten ist die Verbindung hergestellt, doch auch hier tritt die Endfestigkeit erst nach Tagen ein.

Kontaktkleber:Diese Produkte lassen sich auch für elastische Materialien wie Gummi, Leder oder Schaumstoffe verwenden. "Nach dem Einstreichen beider Seiten muss abgewartet werden, bis das Lösemittel verdunstet ist", betont Birkholz. Erst dann werden die Teile zusammengefügt. "Für die Festigkeit ist der Pressdruck entscheidend." Die Verbindung ist schon nach kurzer Zeit belastbar.

Sekundenkleber: Diese Klebstoffe reagieren mit Feuchtigkeit aus der Luft und härten - wie ihr Name verspricht - sehr schnell aus. Sie eignen sich besonders für kleine Gegenstände, die nicht fixiert werden können. Aber ein großflächiges Auftragen ist wegen der schnellen Aushärtung nicht möglich. "Hautkontakt muss unbedingt vermieden werden", betont der Heimwerkerexperte Birkholz.

Heißkleber: Sie sind frei von Lösemitteln und verflüssigen sich durch das Erhitzen mit einer elektrischen Heißklebepistole. Der Vorteil: Nach dem Abkühlen bilden sie eine sofort belastbare Verbindung. Aber Birkholz schränkt die Verwendung ein: "Auch sie sind für großflächige Anwendungen ungeeignet, weil der Kleber bereits beim Auftragen zu schnell erkaltet. Auch stark wärmeleitende Materialien wie Metalle können nicht verklebt werden."

Zweikomponenten-Klebstoffe: Sie bestehen aus zwei voneinander getrennten Substanzen. "In diesen befinden sich die Monomere, ein Harz und ein Härter, die sich bei der Reaktion zu einem Polymer verketten", erläutert der Experte. Dafür muss der Heimwerker selbst die beiden Komponenten direkt vor der Anwendung in dem vorgeschriebenen Verhältnis mischen. Nachteil: Der Klebstoff ist nur für eine begrenzte Zeit verwendbar. Und seine Endfestigkeit erreicht er erst nach einer temperaturabhängigen Aushärtezeit.

Strahlenhärtende Klebstoffe:Hier handelt es sich um einen Stoff mit einer Komponente, die zum Aushärten meist mit UV-Licht bestrahlt wird. Die zu verbindenden Teile müssen deshalb lichtdurchlässig sein, daher werden diese Kleber etwa auch für das Anbringen künstlicher Fingernägel oder das Einkleben von Zahnfüllungen aus Kunststoff verwendet.

Vorbereitung zum Kleben: Die Flächen müssen trocken, staub- und fettfrei sein. Kleine Klebeflächen sind weniger belastbar. Daher rät Birkholz, diese nach Möglichkeit durch Anschrägen zu vergrößern. Üblicherweise wird der Klebstoff auf beiden Seiten dünn aufgetragen und die Teile dann mit Druck zusammengeführt. Danach muss die angegebene Zeit zum Aushärten des Klebstoffs eingehalten werden. Wichtig: Meist ist sie temperaturabhängig.

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