Ein DHL-Paketzusteller geht mit einer Sackkarre voller Pakete zu einem Haus. (Symbolbild)
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Ein DHL-Paketzusteller geht mit einer Sackkarre voller Pakete zu einem Haus. (Symbolbild)

Sie nutzen die Weihnachtszeit

Hohe Gefahr: Cyber-Kriminelle tarnen sich als DHL & Co. – so schützen Sie sich

  • Felix Herz
    vonFelix Herz
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Rund um Weihnachten boomt die Cyberkriminalität. Vor allem im Corona-Lockdown machen sich viele Kriminelle den Onlinehandel zunutze, um an sensible Daten zu kommen.

Seit die Geschäfte wegen der zunehmend ernsten Pandemie-Lage wieder schließen mussten, boomt der Onlinehandel. Denn die Geschenke für die Liebsten wollen natürlich trotzdem besorgt werden. Das führt nicht nur zu einem unglaublichen Milliardengeschäft, das täglich digital abgewickelt wird. Es sorgt auch für besondere Aushänge*, die gleichermaßen zum Schmunzeln wie zum verständnisvollen Nicken führen, sowie einem deutlich negativeren Aspekt: Das Steigen der Cyberkriminalität.

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Kriminelle nutzen Onlinehandel mit DHL-Betrugsmasche aus

Viele Menschen sind derzeit darauf angewiesen, ihre Besorgungen und Geschenke online zu kaufen. Das nutzen Kriminelle schamlos aus. Es gibt viele verschiedene Maschen, das Ziel bleibt jedoch meist dasselbe: Die sensiblen Daten der Betrugsopfer ergattern. Diese können die Betrüger anschließend teuer weiterverkaufen, User haben dann beispielsweise schnell mal ein Abonnement abgeschlossen. Der Trick, der meistens hinter den verschiedenen Betrugsmaschen steckt: Die Kriminellen geben sich als Dienstleister oder Wohltätigkeitsorganisationen aus, so berichtet t-online.

Vor allem der Paketzusteller DHL wird oft als Deckmantel genutzt, da das Unternehmen viel Vertrauen bei seinen Kunden genießt und durch den derzeitigen Lockdown auch äußerst häufig genutzt wird. Via Phishing- oder Spam-Mails werden die ahnungslosen Opfer dann kontaktiert und zum Beispiel aufgefordert, mit dem Klicken eines Links einen Versand abzuschließen oder zu aktualisieren. Doch dahinter verbirgt sich die Gefahr: Durch den Klick auf den Link geben die User wertvolle Informationen Preis. Im schlimmsten Fall leitet der Link zu einer Webseite weiter, auf der die Nutzer ihre Bankinformationen oder Ähnliches eingeben sollen – folgen sie dieser Aufforderung, kann das Bankkonto ganz schnell leergeräumt sein.

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Betrugsmasche im Web: So können Sie sich schützen

Mit einigen wenigen Handgriffen machen Sie es Betrügern und Cyberkriminellen unvergleichlich schwerer, an Ihre sensiblen Daten zu kommen. Von Vorkehrungen bis zur richtigen Reaktion – unsere Empfehlungen:

  • Sichere Rahmenbedingungen: Führen Sie regelmäßig offizielle Updates für Ihren PC oder Laptop durch. Betrüger nutzen gerne veraltete Software aus, da sie in diesen bereits Schlupflöcher in der Sicherheitssoftware ausmachen konnten. Zudem empfiehlt es sich, eine zweite E-Mail-Adresse zu besitzen. Während Sie die eine rein für private Zwecke nutzen, können Sie die Zweite zum Shopping benutzen oder um sich in etwaigen Foren anzumelden. Letztere kann dann, wenn sie sich zunehmend mit Spam-Mails füllt, einfach ausgetauscht werden.
  • Die richtige Antwort: Sie erkennen dubiose Mails meistens anhand eines seltsamen Betreffs, einer merkwürdigen Mailadresse des Absenders oder fehlerhafter Grammatik im inhaltlichen Teil der Mail. Ist auch nur einer dieser Aspekte zweifelhaft, handelt es sich bei der betreffenden Mail meistens um Spam, Phishing oder Sonstiges. Dann ist die richtige Antwort: Keine Antwort! Denn ansonsten wissen die Betrüger, dass es sich bei der Mail-Adresse um eine aktiv Genutzte handelt.
  • Aufforderungen ignorieren: Folgen Sie nicht den Links, die Ihnen in einer solchen dubiosen Mail vorgeschlagen werden. Und falls Sie doch auf den Link drücken – geben Sie auf gar keinen Fall persönliche Daten oder Bankinformationen auf der sich dann öffnenden Seite ein, ohne die Authentizität des Seiteninhabers ausführlich überprüft zu haben. Verdächtige Links erkennen Sie, wenn Sie mit der Maus über den Link fahren (noch nicht klicken!) – auf ihrem Bildschirm müsste eine kleine Zeile erscheinen, welche die Zieladresse anzeigt. Hier können Sie schnell erkennen, ob der Link Sie wirklich auf eine offizielle Seite weiterführt.
  • Und zu guter Letzt: Laden Sie auch keine Anhänge oder sonstige Dateien aus der Mail herunter. Hinter diesen verbergen sich gerne fiese Viren und Schadsoftware.

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Schutz vor Cyberkriminalität – wichtig wie nie

Den Boom des Onlinehandels wollen Cyberkriminelle für sich nutzen. Doch die User haben es in den meisten Fällen selbst in der Hand, ob sie einer Betrugsmasche auf den Leim gehen. Grundsätzlich gilt, wie bei allen Tätigkeiten im Internet: Vorsichtig sein, nichts unüberlegt anklicken oder herunterladen und im Zweifel bei entsprechenden Ansprechpartnern Rat suchen. Scheuen Sie also auch nicht davor, bei Unsicherheit den Dienstleister selbst zu kontaktieren und wegen der zweifelhaften Mail zu fragen, ob diese einen offiziellen Hintergrund hat. So bleiben auch die diesjährigen Festtage frei von Betrügern. (fh)*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quellen: t-online.de

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