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Die Gesamtzahl der Einbrüche in Deutschland wird laut "Welt"-Berichten auf mehr als 150.000 steigen. (Symbolbild)

Kriminalstatistik

"Welt": Zahl der Einbrüche im vergangenen Jahr gestiegen

Die Zahl der Einbrüche ist im vergangenen Jahr in Deutschland gestiegen. Die Bundesländer registrierten einen durchschnittlichen Anstieg der von der Polizei erfassten Einbrüche um rund zwei Prozent.

Dies berichtet die Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag unter Berufung auf Kriminalstatistiken. Die Gesamtzahl der Einbrüche wird demnach auf mehr als 150.000 steigen. Am höchsten sei die Einbruchsgefahr in Stadtstaaten. Union und SPD wollen den Schutz vor Einbrechern verbessern.

Einbruchsgefahr in Stadtstaaten am höchsten

Bremen registrierte dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 465 Einbrüche pro 100.000 Einwohner, in Hamburg waren es 429 und in der Hauptstadt Berlin 355. Dagegen kommen in Bayern nur 65 Einbrüche auf 100.000 Einwohner, in Thüringen sind es 92, in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern jeweils 96.

Bislang handelt es sich laut "Welt" um vorläufige Werte, da Rheinland-Pfalz seine Auswertungen für 2014 als einziges Bundesland erst Mitte April vorstellt. In der bundesweiten Kriminalstatistik, die Anfang Mai vorgestellt werde, könne es aufgrund von Nachmeldungen zu geringen Abweichungen kommen.

CDU will in Sicherheit investieren

Politiker von Union und SPD kündigten an, mehr für den Einbruchsschutz tun zu wollen. "Die Einbruchszahlen sind besorgniserregend hoch", sagte CDU-Vize Thomas Strobl der "Welt". Deshalb setze die CDU zum einen auf mehr Investitionen in die innere Sicherheit und in die Polizei. "Zum anderen wollen wir die Prävention stärken, indem Investitionen in sichere Fenster und Türen künftig steuerlich absetzbar sind", sagte Strobl.

Die Vize-Fraktionschefin der SPD im Bundestag, Eva Högl, sagte, ihr gefalle die Idee, den Einbruchsschutz steuerlich oder über Förderprogramme wie bei der energetischen Gebäudesanierung zu begünstigen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) verwies darauf, dass in NRW mehr als 40 Prozent der Einbruchsversuche an gut gesicherten Türen und Fenstern scheiterten. "Unser Land fördert bereits jetzt mit zinsgünstigen Darlehen bauliche Maßnahmen zum Schutz gegen Einbrecher", sagte Jäger.

Auch ein Steuerbonus für mehr Einbruchschutz biete einen zusätzlichen Anreiz.

AFP

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